
Nächster Schlag der Aufseher: Die EZB verdonnert JP Morgan zu einer Strafe von 12,2 Millionen Euro. Die US-Großbank meldete über Jahre hinweg zu niedrige Risiken und wies dadurch geschönte Kapitalquoten aus. Nach einer jüngsten BaFin-Rekordstrafe rücken die internen Kontrollsysteme der Bank massiv in den Fokus.

BaFin greift bei der PSD Bank West eG durch: Wegen Mängeln im Risikomanagement und der Geschäftsorganisation muss das Institut ab sofort zusätzliche Eigenmittel vorhalten. Ein Sonderbericht aus dem Jahr 2025 gab den Ausschlag für diese Maßnahme der Finanzaufsicht.

EZB verhängt Millionenstrafe gegen Crédit Agricole. Die französische Großbank muss über 7,5 Millionen Euro zahlen, weil sie Klimarisiken nicht rechtzeitig und ausreichend bewertet hat. Der Fall setzt ein klares Signal an die gesamte Bankenbranche zur strikten Einhaltung von ESG-Vorgaben.

BaFin verpflichtet die Clearstream Europe AG zur Behebung von Mängeln in der Liquiditätssteuerung. Die Aufsicht sieht Defizite in einzelnen Prozessen, hält die Geschäftsorganisation insgesamt aber für ordnungsgemäß.

Warnschuss aus Bonn: Die BaFin verhängt ein Bußgeld gegen die Helaba. Wegen Mängeln in den IT-Systemen zur Geldwäscheprävention muss die Landesbank 20.000 Euro zahlen.

Die BaFin greift bei der C24 Bank durch: Wegen schwerer Mängel in der Geldwäscheprävention und bei der Bekämpfung betrügerisch genutzter Konten ordnet die Aufsicht ein Maßnahmenpaket an, erhöht die Eigenmittelanforderungen und stellt der Bank einen Sonderbeauftragten zur Seite.

Die EU-Kommission untersucht mögliche Wettbewerbsabsprachen zwischen der Deutschen Börse und NASDAQ im europäischen Derivatehandel. Es geht um den Verdacht der Marktaufteilung und Preisabstimmung – die Deutsche Börse sagt Kooperation zu.

Die BaFin hat gegen die deutsche JPMorgan SE wegen verspäteter Geldwäschemeldungen ein Rekordbußgeld von 45 Millionen Euro verhängt. Die Bank räumt Versäumnisse ein, betont aber, dass keine Ermittlungen behindert wurden.

Die BaFin belegt die Oldenburgische Landesbank (OLB) mit 910.000 Euro Geldbußen. Beanstandet wurden u. a. unzureichende IT-Kontrollen zum Schutz von Kundeneigentum bei tagesgleichen Wertpapiertransaktionen sowie Mängel in Kosten- und Zuwendungsinformationen beim Vertrieb verbundener Produkte in den Jahren 2020/2021.