Führungswechsel bei N26: Nathalie Picquot und Marcin Pakulnicki übernehmen ab Herbst 2026 die Schlüsselpositionen für Wachstum und IT bei der Digitalbank.

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N26
Die europäische Digitalbank N26 stellt wichtige Weichen für ihre zukünftige Wachstumsstrategie und ordnet ihr oberstes Führungsteam neu. Wie das Berliner Unternehmen am heutigen 14. Juli 2026 bekannt gab, werden die Positionen des Chief Growth and Marketing Officers sowie des Chief Technology Officers mit international erfahrenen Kräften neu besetzt. Ziel der personellen Neuaufstellung ist es, die operative Reife des Instituts weiter voranzutreiben und die Position als führende Hauptbank in den insgesamt 24 europäischen Märkten konsequent auszubauen.
Zum 01. Oktober 2026 übernimmt Nathalie Picquot die Rolle der Chief Growth and Marketing Officer (CGMO) bei N26. Picquot bringt mehr als zwei Jahrzehnte Führungserfahrung an der Schnittstelle von traditioneller Finanzbranche und globalen Technologiekonzernen mit. Zuletzt verantwortete sie fünf Jahre lang global die Bereiche Corporate Marketing, Brand Experience und Digital Engagement bei der spanischen Großbank Banco Santander. Zuvor war sie über 15 Jahre lang in leitenden Positionen bei Google und Twitter aktiv, wo sie Marken bei der Skalierung von Wachstumsinitiativen unterstützte. Sie soll künftig die Sichtbarkeit der Marke N26 stärken und die Kundenbindung auf dem europäischen Kontinent festigen.
Picquot übernimmt das Ressort von Timo Meyer, der seine Position bei N26 Ende 2026 nach elf Jahren im Unternehmen niederlegen wird. Meyer begleitete die Entwicklung der Bank in verschiedenen Schlüsselrollen, leitete unter anderem das US-Geschäft sowie das Personalressort als Chief People Officer, bevor er die Wachstums- und Marketingleitung übernahm.
Bereits zum 01. September 2026 wechselt Marcin Pakulnicki als neuer Chief Technology Officer (CTO) zu N26. In dieser Funktion übernimmt er die Führung der Technologie-Teams und soll die Skalierbarkeit sowie die Resilienz der IT-Infrastruktur sicherstellen. Pakulnicki kommt von der ING Group, wo er für den Aufbau und die Skalierung der globalen mobilen und digitalen Technologieplattform zuständig war. Zudem leitete er dort die Entwicklung zukunftsweisender Initiativen in den Bereichen Conversational Banking und Agentic AI. Er verfügt über weitreichende Erfahrung mit Innovationen im regulatorisch anspruchsvollen, marktübergreifenden Finanzdienstleistungsumfeld.
Er folgt auf Gino Cordt, der seine Rolle nach einer Übergangsphase ebenfalls Ende 2026 abgeben wird. Cordt kam im Jahr 2015 zu N26, stieg 2019 zum CTO auf und trug seither die Verantwortung für die Kerninfrastruktur, das Platform Engineering, Data Analytics und die Informationssicherheit der Bank.
CEO Mike Dargan ordnet den anstehenden Umbruch und die Rollen der neuen sowie scheidenden Manager wie folgt ein:
"Ich freue mich außerordentlich, Nathalie und Marcin willkommen zu heißen. Mit ihrer umfassenden Expertise werden sie entscheidend zum nächsten Kapitel operativer Reife und europäischer Skalierung von N26 beitragen. Dieser Meilenstein markiert zugleich einen Moment des Wandels für N26. Ich möchte Gino und Timo meinen tiefen Dank für ihren Beitrag bei der Entwicklung von N26 zu einem echten Branchenpionier aussprechen. Mit diesem gestärkten Führungsteam ist N26 ideal aufgestellt, um in all unseren Märkten ein resilientes und vertrauenswürdiges Bankerlebnis als Hauptbank zu bieten."
Der geplante Abgang der beiden N26-Urgesteine Timo Meyer und Gino Cordt, die das Unternehmen seit den frühen Gründerjahren 2015 maßgeblich mitgeprägt haben, markiert einen tiefen Einschnitt in der Firmenhistorie. CEO Mike Dargan leitet mit den Neuzugängen von Santander und der ING eine Phase ein, die den Fokus weg von der reinen Startup-Mentalität und hin zu etablierter Konzern-Struktur verschiebt.
Die eigentliche Herausforderung für Picquot und Pakulnicki wird darin liegen, die für N26 charakteristische technologische Agilität und schnelle Innovationskraft im harten Wettbewerb nicht durch die starren Prozesse und regulatorischen Denkmuster ihrer früheren Großbank-Arbeitgeber zu erdrücken. Ob dieser Balanceakt gelingt und N26 den angestrebten Sprung vom reinen Zweitkonto zur echten Erstbank der europäischen Kunden schafft, wird sich an der tatsächlichen Entwicklung der aktiven Kontonutzung in den kommenden Quartalen zeigen.

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