Tino Franzen (48) wechselt von der Deutschen Bank zur Essener National-Bank. Er folgt im Vorstand auf Dr. Markus Guthoff, der 2027 in den Ruhestand geht.

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Deutsche Bank
Bei der Essener National-Bank zeichnet sich ein bedeutender personeller Generationswechsel im Führungsgremium ab. Wie das Regionalinstitut mitteilte, hat der Aufsichtsrat die Nachfolge von Dr. Markus Guthoff geregelt. Der 48-jährige Bankmanager Tino Franzen wird, vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in den Vorstand der Bank aufrücken. Dr. Guthoff wird das Gremium mit Ablauf der Hauptversammlung am 12. Mai 2027 auf eigenen Wunsch verlassen und nach gut zehnjähriger Tätigkeit für das Haus in den Ruhestand treten.
Um einen reibungslosen Übergang in der Führung des Instituts zu gewährleisten, wird Franzen bereits zum 1. September 2026 als Direktor mit Generalvollmacht in die Bank eintreten. In dieser Funktion übernimmt er vorab die operative Leitung für das Firmenkundengeschäft, das Treasury sowie den IT-Bereich und berichtet direkt an den scheidenden Vorstand Dr. Guthoff. Diese Ressortbündelung unterstreicht die strategische Bedeutung der Personalie, da das mittelständische Firmenkundengeschäft den Wachstumskern der National-Bank darstellt, die sich fast ausschließlich über Eigenkapital und Kundeneinlagen finanziert.
Mit Tino Franzen holt die National-Bank einen ausgewiesenen Kenner des deutschen Mittelstandsgeschäfts nach Essen. Er wechselt von der Deutschen Bank, wo er zuletzt als Leiter der Unternehmerbank Nordwest das gesamte Mittelstands- und Großkundengeschäft in wirtschaftsstarken Regionen wie dem Ruhrgebiet, dem Rheinland, dem Münsterland und Ostwestfalen verantwortete. Zuvor verbrachte Franzen fast zwei Jahrzehnte bei der UniCredit Bank in verschiedenen Führungspositionen.
Der künftige Vorstand sieht seiner neuen Aufgabe mit einer klaren Werteorientierung entgegen:
"Solidität, Verlässlichkeit und eine exzellente Reputation sind für mich wichtige Werte und werden auch künftig mein Handeln prägen. Ich freue mich darauf, mit meinem Know-how Kunden und Mitarbeitende dabei zu unterstützen, die Bank aktiv weiterzuentwickeln und meinen Beitrag zum Wachstum zu leisten."
Der Wechsel von global agierenden Großbanken wie der Deutschen Bank und UniCredit zu einer fokussierten, primär in Nordrhein-Westfalen aktiven Regionalbank bedeutet für Franzen eine grundlegende Umstellung des operativen Handlungsrahmens. Statt konzerninterner Matrixstrukturen und internationaler Vorgaben trifft er bei der National-Bank auf ein Haus, das stark von persönlicher Verlässlichkeit und engen, beziehungsgetragenen Mittelstandskontakten geprägt ist. Franzens primäre Aufgabe wird es sein, seine großbankerprobte Transformationskompetenz in der IT und im Treasury so zu übersetzen, dass die traditionelle Risikoaversion und die enge Bindung zu den rund 5.300 privaten und institutionellen Anteilseignern der Essener Bank gewahrt bleiben.

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