Dr. Hans-Walter Peters übernimmt fünf Prozent der Berenberg-Anteile von David Mortlock. Die Privatbank schließt damit ihre Neuordnung ab und plant einen Rechtsformwechsel.

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Die Hamburger Privatbank Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG schließt die weitreichende Neuordnung ihres Gesellschafterkreises ab. Der langjährige Gesellschafter Dr. Hans-Walter Peters übernimmt das Fünf-Prozent-Paket des früheren Geschäftsleiters David Mortlock. Durch diese Transaktion wächst der Anteil auf nunmehr 26,41 Prozent. Mit diesem Schritt sind die signifikanten Eigentumsverschiebungen, die durch das Ausscheiden der bisherigen operativen Führungsspitze notwendig wurden, formal und strategisch vollzogen.
Der Rückzug der einst dominierenden Geschäftsleiter hatte Berenberg im Vorfeld zu einer tiefgreifenden Neujustierung der Beteiligungsverhältnisse gezwungen. Bereits im August war die Hamburger Döhle Gruppe als neuer Schwergewicht-Investor in Erscheinung getreten und hatte das knapp zehnprozentige Aktienpaket des ehemaligen Top-Managers Hendrik Riehmer übernommen. Parallel dazu nutzte die Gründerfamilie von Berenberg die Gelegenheit, ihre eigenen Bestände um rund ein Prozent aufzustocken.
Dass Peters nun die verbliebenen Anteile Mortlocks absorbiert, sichert der Bank in einer für sie überaus sensiblen Umbruchphase die zwingend notwendige Eigentümerstabilität. Der langjährige Bankier und ehemalige Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken bekräftigt mit dem Zukauf seinen langfristigen Gestaltungsanspruch bei dem hanseatischen Traditionshaus:
"Berenberg vereint auf besondere Weise die Stärke und Verlässlichkeit einer über 430-jährigen Tradition mit einer beeindruckenden Innovationskraft. Das macht die Bank einzigartig. Ich bin überzeugt, dass wir diese Erfolgsgeschichte gemeinsam weiterführen und unsere Kunden auch in Zukunft mit unserem erstklassigen Know-how, unserer persönlichen Nähe und unserer besonderen Servicequalität überzeugen werden."
Die personelle und prozentuale Neuordnung auf Gesellschafterebene flankiert einen weitaus tiefergehenden strukturellen Wandel. Berenberg bereitet aktuell einen grundlegenden Wechsel der Rechtsform vor. Ziel dieser historischen Zäsur ist es, die interne Governance-Struktur der Bank zu modernisieren und an die gestiegenen regulatorischen sowie institutionellen Anforderungen eines modernen Kapitalmarktakteurs anzupassen.
Im Zentrum dieses Umbaus steht die Etablierung eines starken, mit weitreichenden Kontrollbefugnissen ausgestatteten Aufsichtsrats. Diese Abkehr von der stark auf die persönlich haftenden Gesellschafter zugeschnittenen Kommanditgesellschaft markiert für die älteste Privatbank Deutschlands einen echten Paradigmenwechsel. Gleichzeitig treibt das Haus die personelle Neuaufstellung im operativen Geschäft voran: Die Verhandlungen über die Zusammensetzung einer neuen, dauerhaften Geschäftsleitung befinden sich Unternehmensangaben zufolge in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Die künftige Führungsmannschaft wird das Institut dann unter diesen neu geschaffenen, stärker institutionalisierten Kontrollmechanismen in das nächste strategische Kapitel lenken müssen.

Stefan Siebert bleibt Vorsitzender der LBS-Bausparkassenkonferenz. Die LBS-Gruppe fordert Entlastungen für Immobilienkäufer und plant neue Vorsorgeprodukte für 2027.