Thorsten Schrieber (ex-DJE) wechselt im Juli 2026 zu ACATIS Investment. Als künftiger Sprecher der Geschäftsführung soll er den Generationswechsel einleiten und die Expansion des Value-Managers vorantreiben.

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Der Frankfurter Value-Manager ACATIS Investment setzt ein deutliches Ausrufezeichen in Sachen Nachfolgeplanung und Expansionsdrang. Zum 1. Juli 2026 wechselt mit Thorsten Schrieber einer der profiliertesten Vertriebsköpfe der deutschen Fondsszene in die Mainmetropole. Schrieber, der zuletzt sieben Jahre lang als Vorstandsmitglied die Geschicke der DJE Kapital AG in Pullach mitprägte, übernimmt bei ACATIS die Verantwortung für die Bereiche Vertrieb und Marketing. Doch die Ambitionen gehen weit über eine reine Ressortleitung hinaus: Vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin soll der 51-Jährige in die Geschäftsführung aufrücken und dort die Rolle des Sprechers übernehmen.
Mit dieser Personalie gelingt den Gründern Dr. Hendrik Leber und Dr. Claudia Giani-Leber ein strategischer Coup, der weit über die üblichen Wechselspiele in der Branche hinausreicht. Schrieber bringt nicht nur über 35 Jahre Branchenerfahrung und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse institutioneller wie privater Investoren mit, sondern auch eine ausgeprägte Markenkompetenz, die den auf qualitative Substanzwerte spezialisierten Investmentboutique-Charakter von ACATIS in eine neue Phase des Wachstums katapultieren soll.
Die Verpflichtung Schriebers ist die Konsequenz einer langfristigen Nachfolgeplanung, die ACATIS bewusst frühzeitig anstößt. Während Dr. Hendrik Leber, das intellektuelle Aushängeschild des Hauses, weiterhin als CIO die volle Verantwortung für die Portfoliosteuerung und die fundamentale Aktien-Selektion innehat, wird Schrieber das operative Gerüst der Außendarstellung und der Kundenbindung neu justieren.
Sein Weggang von DJE Kapital, wo er den Vertrieb und das Marketing maßgeblich prägte, markiert das Ende einer beachtlichen Ära und den Beginn eines neuen Kapitels in Frankfurt. ACATIS positioniert sich damit klar im Zentrum des deutschen Investmentstandorts und unterstreicht den Anspruch, im hart umkämpften Markt für aktives Asset Management eine prominente Rolle zu spielen.
Dr. Hendrik Leber, der die Investmentgesellschaft 1994 gemeinsam mit seiner Frau gründete, kommentiert die Personalie mit erkennbarem Enthusiasmus. Er betont die symbiotische Wirkung der neuen Konstellation: „Mit Thorsten Schrieber gewinnen wir einen Vertriebsmanager mit großem Weitblick, hoher Vertriebskompetenz und tiefer Branchenerfahrung. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihm das Wachstum von ACATIS strategisch und operativ weiterzuentwickeln. Seine zusätzliche Marketing-Kompetenz wird ein wichtiger Erfolgsfaktor sein.“
Diese Würdigung verdeutlicht den Wandel im Selbstverständnis vieler Asset Manager: Der reine Anlageerfolg wird heute kaum noch ohne eine professionalisierte Marketing- und Vertriebsstrategie skalierbar. Schrieber gilt als Wegbereiter dieses Bewusstseins im deutschsprachigen Raum und steht für die Verbindung von fundiertem Asset Management mit einer schlagkräftigen Marketing-Maschinerie. Für ACATIS, das sich traditionell auf seine intellektuelle Analyseschule beruft, ist diese Kombination ein logischer und notwendiger Entwicklungsschritt.
Auch Thorsten Schrieber spart nicht mit Lob für seinen neuen Arbeitgeber und legt offen, was ihn an dem Frankfurter Haus reizt. Er hebt die Markenstärke und die spezifische Identität von ACATIS hervor: „ACATIS ist eine herausragende Marke und Hendrik Leber im Bereich Value Investing schon lange ein Mythos. Eine solche Markenstärke und Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen erlebt man selten.“ Dieses Bekenntnis zur Markenidentität ist mehr als nur diplomatische Höflichkeit; es ist eine strategische Aussage.
Schrieber, dessen Lebenswerk eng mit DJE Kapital verbunden war, signalisiert damit, dass er bei ACATIS keine reine Job-Veränderung, sondern eine Identifikationsmöglichkeit sieht. Sein Ziel ist es, das Wachstum gemeinsam mit Hendrik Leber und dem Team „mit voller Leidenschaft und nachhaltig“ voranzutreiben. Die Personalrochade ist somit eine wohlüberlegte Maßnahme, um das stark inhabergeprägte Geschäftsmodell mit der notwendigen institutionellen Skalierbarkeit auszustatten.

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