Milliarden-Allianz im Asset Management: Der US-Versicherungsriese AIG und der Finanzinvestor CVC gehen eine weitreichende strategische Partnerschaft ein. Das Volumen umfasst bis zu 3,5 Milliarden Dollar für Kredit- und Private-Equity-Lösungen.

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AIG Group
Der US-amerikanische Versicherungskonzern American International Group (AIG) und der europäische Finanzinvestor CVC haben eine umfassende strategische Partnerschaft verkündet, die Bewegung in die globale Asset-Management-Branche bringt. Ziel der Kooperation ist es, die langfristigen Anlageziele von AIG mit den Kapazitäten von CVC in den Bereichen Versicherungslösungen und Private Markets zu verknüpfen. Im Zentrum der Vereinbarung stehen Kapitalzusagen und Umschichtungen in einer Gesamthöhe von bis zu 3,5 Milliarden Dollar, die sich auf Kreditstrategien und den Sekundärmarkt für Private Equity verteilen.
Ein wesentlicher Pfeiler der Zusammenarbeit betrifft den Bereich Corporate Credit. AIG plant, bis zu 2 Milliarden Dollar in separat verwaltete Konten (SMAs) und Fonds von CVC zu allokieren. Eine erste Tranche von einer Milliarde Dollar soll dabei bereits bis Ende 2026 investiert werden.
Durch diese maßgeschneiderten Mandate erhält der Versicherer Zugang zu diversifizierten privaten und liquiden Kreditstrategien, die speziell auf seine regulatorischen Anforderungen und Renditeziele zugeschnitten sind. Für CVC unterstreicht dieser Deal die Fähigkeit, großvolumige und individuelle Mandate für globale Versicherungskonzerne zu strukturieren und dabei auf die eigene Origination-Plattform in Europa und den USA zurückzugreifen.
Parallel dazu fungiert AIG als sogenannter Cornerstone-Investor für eine neue Initiative der Partner. CVC wird eine „Private Equity Secondaries Evergreen“-Plattform etablieren, in die AIG bis zu 1,5 Milliarden Dollar aus seinem bestehenden Private-Equity-Portfolio einbringt.
Dieser Schritt ermöglicht es dem Versicherer, seine historischen Bestände in diesem Segment effizient zu managen und zu transferieren. Für CVC bedeutet das Engagement des Partners sofortige Skaleneffekte und ein starkes Startportfolio für die neue Strategie.
Peter Zaffino, Chairman und CEO von AIG, hob die strategische Bedeutung des Schritts hervor. Es handele sich um die erste derartige Zusammenarbeit mit einem Vermögensverwalter, der sein Hauptquartier in Europa hat. Die Partnerschaft unterstütze die Strategie von AIG, das eigene Anlageportfolio aktiv zu verwalten und dabei auf erstklassige Partner zu setzen, um Zugang zu differenzierten Opportunitäten zu erhalten.
Auch CVC-Chef Rob Lucas wertet den Deal als starken Vertrauensbeweis. Die Vereinbarung demonstriere, dass CVC in der Lage sei, die sich wandelnden Bedürfnisse globaler Versicherungsinstitute im großen Maßstab zu bedienen. Die Kombination aus den SMA-Mandaten und der Secondaries-Transaktion bilde eine überzeugende Grundlage für die langfristige Beziehung beider Häuser. Die Unternehmen kündigten zudem an, im Laufe der Zeit weitere Felder der Zusammenarbeit prüfen zu wollen.

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