Milliarden-Coup in Frankfurt: Die Deutsche Börse Group sichert sich mit der Zustimmung von über 99,9 % der Allfunds-Aktionäre den Zugriff auf ein 1,76-Billionen-Euro-Imperium. Vorausgesetzt, die Wettbewerbshüter stimmen dem Deal schlussendlich zu.

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Deutsche Börse
Die Deutsche Börse Group hat im geplanten Übernahmeprozess des Plattform-Spezialisten Allfunds einen entscheidenden Durchbruch erzielt, ohne jedoch bereits am Ziel zu sein. Am 12. März 2026 gab der Dax-Konzern bekannt, dass über 99,9 % der Allfunds-Aktionäre dem Übernahmeangebot zugestimmt haben. Damit ist eine wesentliche Bedingung für den Milliarden-Zukauf erfüllt, doch die Sektkorken bleiben in der Frankfurter Zentrale vorerst noch fest verschlossen.
Trotz der überwältigenden Zustimmung der Anteilseigner ist der Deal rechtlich noch keineswegs in trockenen Tüchern. Die Deutsche Börse Group stellt klar:
„Der Abschluss der Übernahme unterliegt unter anderem noch dem Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen und wird voraussichtlich in der ersten Hälfte 2027 erfolgen“
Da Allfunds als globale Plattform für Fondsdienstleistungen in 66 Ländern operiert und über 1,76 Billionen Euro verwaltet, schauen die Aufsichtsbehörden weltweit nun ganz genau hin.
Die strategische Logik bleibt zwar bestechend, doch das Zeitfenster bis 2027 birgt Risiken. Während sich die Deutsche Börse auf den langwierigen Prozess der behördlichen Freigaben vorbereitet, schläft die Konkurrenz nicht. Plattformen wie Euroclear oder die dwpbank treiben ihre eigenen Digital-Projekte voran, um sich Marktanteile zu sichern, bevor der neue Riese aus Frankfurt voll einsatzfähig ist.
Dennoch ist der heutige Tag ein klares Signal der Stärke: Dass fast 100 % der Aktionäre hinter dem Deal stehen, nimmt den Wind aus den Segeln etwaiger Widerstände innerhalb der Eigentümerstruktur. Die Deutsche Börse hat bewiesen, dass sie bereit ist, den langen Atem zu beweisen, der nötig ist, um die globale Marktführerschaft im Asset Management Backoffice zu übernehmen. Bis zur endgültigen Integration im Jahr 2027 muss Frankfurt nun beweisen, dass die versprochenen Synergien die lange Wartezeit und die regulatorischen Auflagen wert sind.

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