Marc Ampaw verlässt den Vorstand der Oldenburgischen Landesbank

Der personelle Umbau bei der OLB geht weiter. CIO Marc Ampaw verlängert seinen bis 2027 laufenden Vertrag nicht. Damit verlässt ein weiteres Mitglied der alten Führungsriege die Bank.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

Veröffentlicht am

5.6.26

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8:40

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Marc Ampaw verlässt den Vorstand der Oldenburgischen Landesbank

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OLB

Der personelle Umbau an der Spitze der Oldenburgischen Landesbank schreitet in schwindelerregender Geschwindigkeit voran. Nach dem bereits bekannten Rückzug von Giacomo Petrobelli verlässt nun der nächste Vorstand die OLB. Marc Ampaw wird seinen noch bis zum Frühjahr 2027 datierten Vertrag nicht verlängern. Diesen Schritt bestätigte die neue Muttergesellschaft Targobank inzwischen gegenüber dem Finanzbrief „Platow“.

Ende einer Ära in der Chefetage

Mit dieser Entscheidung verliert das Institut eines der letzten prägenden Gesichter der alten Führungsgeneration. Der Manager wurde im Mai 2021 in den Vorstand berufen und lenkte die Geschicke der Bank somit bereits vor der weitreichenden Übernahme durch die Targobank. Wenn sich die Wege endgültig trennen, verbleibt mit dem Risikochef Chris Eggert voraussichtlich nur noch ein einziges Mitglied der damaligen Chefetage im aktuellen Führungsgremium.

Überraschender Zeitpunkt nach Aufgabenzuwachs

Der Entschluss zur Trennung kommt durchaus unerwartet, denn die Kompetenzen des scheidenden Vorstands wurden erst in der jüngeren Vergangenheit spürbar ausgebaut. Neben seinen Kernbereichen wie Gewerbeimmobilien, dem internationalen Kreditgeschäft, der Schiffsfinanzierung sowie dem Segment der Windenergie sollte er eigentlich zusätzliche Verantwortlichkeiten aus dem Ressort seines ebenfalls ausscheidenden Kollegen Petrobelli übernehmen.

Zu den genauen Hintergründen des bevorstehenden Wechsels äußern sich die beteiligten Parteien nicht im Detail. Von offizieller Seite heißt es lediglich, dass man sich in bestem Einvernehmen geeinigt habe. Im Hintergrund arbeitet die Bank bereits mit Hochdruck an einer tragfähigen Nachfolgelösung, um die strategisch wichtige Position für die Zukunft adäquat und verlässlich zu besetzen.

Die radikale Personaldynamik bei der OLB dürfte jedoch auch mit den Gerüchten zusammenhängen, dass die Marke Oldenburgische Landesbank vor dem Aus steht. Auch wenn Standorte und Personal (laut Konzern) erhalten bleiben sollen, dürfte im Kontext der Übernahme versucht werden, Effizienzen zu heben.

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