DZ Bank hebt Jahresausblick nach Rekord-Zwischenbilanz auf bis zu 4 Mrd. Euro an. Asset Management und Versicherungssparte federn Kreditsorgen bei Töchtern ab.

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Ein florierendes Fondsgeschäft und ein ertragreiches Versicherungsportfolio bescheren der DZ Bank das erfolgreichste Halbjahr ihrer Historie. Entgegen der anhaltenden Flaute der deutschen Gesamtwirtschaft kletterte das Vorsteuerergebnis des genossenschaftlichen Spitzeninstituts in den ersten sechs Monaten um knapp ein Fünftel auf 2,5 Milliarden Euro. Angesichts dieses Ertragssprungs revidierte Konzernlenker Cornelius Riese seine bisher verhaltene Jahresprognose deutlich: Für das Gesamtjahr 2026 visiert die Bank nun 3,5 bis 4,0 Milliarden Euro vor Steuern an – nachdem im Frühjahr noch ein Absacken auf rund drei Milliarden Euro befürchtet worden war. Damit rückt das Rekordergebnis aus 2024 (4,3 Milliarden Euro) wieder in greifbare Nähe.
Das Fundament des Halbjahresgewinns legten im Wesentlichen zwei Säulen des Verbunds. Bei Union Investment sorgte die anhaltende Börsenrally für einen Gewinnsprung um 55 Prozent auf 889 Millionen Euro, flankiert von einem weiteren Anstieg der verwalteten Assets. Parallel dazu steigerte die R+V Versicherung ihren Vorsteuerbeitrag um mehr als ein Drittel auf 1,18 Milliarden Euro, begünstigt durch ein unterdurchschnittliches Schadenaufkommen und höhere Einnahmen.
Diese Zuwächse waren notwendig, um Dämpfer an anderer Stelle auszugleichen: Im Segment der Verbund- und Geschäftsbank brach der Vorsteuergewinn um 45 Prozent auf 335 Millionen Euro ein, was die Bank primär auf bilanzielle Bewertungseffekte bei eigenen Emissionen und nicht auf das operative Kundengeschäft zurückführt.
Auf der Schattenseite des Halbjahresberichts stehen die kleineren Konzerntöchter, die die Folgen der schleppenden Konjunktur unmittelbar zu spüren bekommen. Bei der auf Handwerker und Kleingewerbe fokussierten VR Smart Finanz verdoppelte sich der Vorsteuerverlust infolge vermehrter Firmenpleiten und entsprechend höherer Risikovorsorge auf 24 Millionen Euro. Der Konsumfinanzierer Teambank schaffte nach Vorjahresverlusten mit einer Million Euro zwar knapp die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, kämpft jedoch weiterhin mit der Zurückhaltung der Verbraucher und steigenden Kreditausfällen bei Privatkunden.
Überschattet wird das Halbjahresergebnis von strukturellen Spannungen innerhalb des genossenschaftlichen Lagers. Da seit Anfang 2024 zehn der rund 600 Volks- und Raiffeisenbanken auf Hilfen der BVR-Sicherungseinrichtung angewiesen waren, zieht das Spitzeninstitut die Zügel an. Die DZ Bank hat ihre Kooperation mit den Sicherungsorganen vertieft und nutzt ihre Position als zentrale Refinanzierungsquelle strategisch: Problemhäusern drohen bei Liquiditätsanfragen künftig striktere Auflagen oder gar direkte Absagen.

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