Scalable Capital öffnet Plattform für KI-Assistenten wie ChatGPT und Claude. Mit „Agentic Investing“ lassen sich Trades und Sparpläne per Prompt steuern.

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Scalable Capital
Der Münchener Neobroker Scalable Capital öffnet seine Plattform als erste Bank in Europa für externe KI-Assistenten. Unter dem Namen „Agentic Investing“ können Kundinnen und Kunden ihr Depot ab sofort mit Sprachmodellen wie ChatGPT (OpenAI), Claude (Anthropic) oder Grok (SpaceXAI) verknüpfen. Damit lassen sich Wertpapier-Orders, Sparplan-Einrichtungen, Watchlists, Marktdatenabfragen und Portfolio-Analysen direkt über Prompts in natürlicher Sprache steuern.
"Agentic Investing ist der größte technologische Sprung in der Finanztechnologie seit dem Internet-Banking. Mit der Öffnung unserer Plattform setzen wir den Standard für die Interaktion zwischen Mensch, KI und Kapitalmarkt“, kommentiert Erik Podzuweit, Gründer und Co-CEO von Scalable Capital, die Neuerung.
Für die technische Anbindung stellt das Fintech zwei unterschiedliche Schnittstellen bereit. Über das von Anthropic initiierte Model Context Protocol (MCP) lassen sich gängige cloudbasierte KI-Assistenten direkt mit den Depot-Funktionen verbinden. Alternativ steht eine lokale Command Line Interface (CLI) zur Verfügung, die sich direkt auf dem eigenen Endgerät installieren lässt und sich vor allem an Nutzer lokal betriebener Open-Source-Modelle richtet. Über diese Schnittstellen erhalten die KI-Agenten Zugriff auf Echtzeit-Kurse, Derivate- und ETF-Suchen sowie die Auswertungs-Tools von „Scalable Insights“. Nutzer können damit tiefe Diversifikations-Checks, Allokationsanalysen nach Branchen und Regionen oder automatisierte Datenexporte für die Steuererklärung anfordern.
Um den regulatorischen Vorgaben für Wertpapierdienstleistungen zu entsprechen, verbleibt die Letztentscheidung stets beim Anleger. Die externen KI-Modelle agieren rein als Schnittstellen-Nutzer; ihre Ausgaben stellen ausdrücklich keine Anlageberatung durch Scalable Capital dar. Die Aktivierung und wiederkehrende Bestätigung erfordern ein reguläres Login mit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Vor jeder Orderausführung werden wie gewohnt ex-ante Kosteninformationen und Basisinformationsblätter bereitgestellt, die über eine individuelle Referenz rückbestätigt werden müssen.
Zudem sind direkte Ein- und Auszahlungen über die KI-Schnittstelle prinzipiell ausgeschlossen und bleiben dem geschützten Web- und App-Bereich vorbehalten. Alle durch KI-Agenten initiierten Aktivitäten werden in Echtzeit protokolliert und über Push-Nachrichten sowie Mailbox-Abrechnungen bestätigt. Mit diesem Schritt baut der Broker sein KI-Ökosystem weiter aus, nachdem das Institut im August 2025 mit dem Analyse-Tool „Insights“ bereits einen internen Chatbot in die eigene App integriert hatte.

KfW Research hebt BIP-Prognose für Deutschland auf 1,1 % (2026) und 1,5 % (2027) an. KI-Boom, Rüstungsaufträge und Sondervermögen stützen die Konjunktur.