Rekordjahr für die DZ BANK Gruppe: Das Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken steigerte sein Vorsteuerergebnis im Jahr 2025 massiv auf 4,3 Milliarden Euro.

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DZ Bank
Die DZ BANK Gruppe blickt auf eines der erfolgreichsten Jahre ihrer Geschichte zurück. Auf Basis vorläufiger Zahlen kletterte das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2025 auf beeindruckende 4,28 Milliarden Euro – ein deutliches Plus im Vergleich zum bereits starken Vorjahr (3,30 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 2,88 Milliarden Euro.
Vorstandsvorsitzender Cornelius Riese ordnet diesen Erfolg als Beweis für die Kraft des diversifizierten Geschäftsmodells ein, mahnt jedoch auch zur Einordnung:
„Mit unserer Substanz und diesem Ergebnis sind wir sehr gut gerüstet, unser künftiges Wachstum und damit unsere Zukunft aktiv zu gestalten. Gleichwohl wäre ein Ergebnis in dieser Höhe ohne begünstigende Faktoren, insbesondere bei der R+V Versicherung, nicht möglich gewesen“
Ein wesentlicher Pfeiler des Gesamtergebnisses war die R+V Versicherung, die dank steigender Beiträge und eines außergewöhnlich niedrigen Schadenverlaufs in der Sach- und Rückversicherung einen Rekordbeitrag leistete. Auch die Union Investment setzte ihr Volumenwachstum fort und profitierte massiv von der positiven Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten.
In der DZ BANK selbst – die als Verbund- und Geschäftsbank agiert – zeigten die Bereiche Firmenkunden, Kapitalmarkt und Transaction Banking ein erfreuliches Wachstum. Besonders das Geschäft mit Erneuerbaren Energien stach hervor: Das Finanzierungsvolumen stieg hier um 21 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Die DZ PRIVATBANK konnte ihr verwaltetes Vermögen im Private Banking auf 30,7 Milliarden Euro steigern und verzeichnete ein deutliches Plus beim Netto-Neugeld.
Trotz des Rekordergebnisses blieben einige Bereiche der Gruppe unter Druck. Für die TeamBank und die VR Smart Finanz wirkte die andauernde Konjunkturschwäche als Belastungsfaktor, was sich in einer weiterhin hohen Risikovorsorge und gedrückten Ergebnissen widerspiegelte. Auf Konzernebene blieb die Risikovorsorge mit 653 Millionen Euro (Vorjahr: 845 Millionen Euro) jedoch insgesamt unauffällig.
Einen massiven Sprung verzeichnete die Kapitalausstattung: Die harte Kernkapitalquote kletterte auf 18,4 Prozent (Vorjahr: 15,8 Prozent). Dieser Anstieg ist maßgeblich auf die Einführung der neuen Bankenregulierung „Capital Requirements Regulation III“ zum Jahresbeginn 2025 zurückzuführen.
Die Zahlen der DZ BANK Gruppe für 2025 sind eine beeindruckende Machtdemonstration. In einem Jahr, das für die deutsche Volkswirtschaft durch Stagnation und immense strukturelle Herausforderungen geprägt war, liefert das Spitzeninstitut der Genossenschaften ein historisches Rekordergebnis ab. Dies verdeutlicht den enormen Vorteil eines breit diversifizierten Allfinanz-Konzerns: Wenn das Zinsgeschäft aufgrund marktbedingter Effekte – wie beim Zinsüberschuss zu sehen (Rückgang von 4,67 auf 3,84 Milliarden Euro) – unter Druck gerät, springen die starken Versicherungs- und Provisionserträge in die Bresche.
Cornelius Riese spricht zu Recht von einem „außergewöhnlich erfolgreichen“ Jahr, verknüpft dies aber geschickt mit einem politischen Appell. Der geforderte „Mentalitätswandel“ weg vom Verteidigen des Status quo hin zum „Einsatzwillen des Aufholens“ adressiert die tiefe Sorge vor einer Deindustrialisierung und einer langfristigen Wachstumsschwäche am Standort Deutschland. Dass die Bank gleichzeitig massiv in Personal und IT investiert (Verwaltungsaufwendungen stiegen auf 4,8 Milliarden Euro), zeigt, dass sie ihren Worten Taten folgen lässt. Die DZ BANK positioniert sich damit nicht mehr nur als bloßer Abwickler genossenschaftlicher Bankgeschäfte, sondern als stabiler, hochkapitalisierter Ankerpunkt und Taktgeber für die gesamte deutsche Realwirtschaft.

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