Rekordjagd bei Union Investment: Die Fondsgesellschaft sammelt 2025 netto 23,3 Milliarden Euro an frischen Geldern ein und treibt das verwaltete Vermögen auf einen Höchststand von über 534 Milliarden Euro.

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Union Investment
Union Investment trotzt dem unsicheren Marktumfeld und schließt das Geschäftsjahr 2025 mit starken Wachstumszahlen ab. Der Nettoabsatz kletterte auf 23,3 Milliarden Euro und übertraf den Vorjahreswert von 17,3 Milliarden Euro damit deutlich. Angetrieben von diesem kräftigen Neugeschäft und einer positiven Marktentwicklung stieg das verwaltete Vermögen (Assets under Management) auf den neuen Rekordwert von 534,6 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis ging zwar leicht von 1.241 Millionen Euro auf 1.185 Millionen Euro zurück, blieb laut Unternehmensangaben aber auf einem hohen Niveau.
„Union Investment zählte auch 2025 zu den absatzstärksten Fondsgesellschaften in Deutschland und Europa. Wir wachsen kontinuierlich – und das in einem Umfeld, das von hoher Unsicherheit geprägt ist“
So Vorstandsvorsitzender Hans Joachim Reinke zu den präsentierten Ergebnissen.
Das Geschäft mit Privatkunden erwies sich erneut als wichtigster Ertragspfeiler. Mit einem Nettoabsatz von 13,5 Milliarden Euro erzielte die Gesellschaft das zweitbeste Ergebnis ihrer 70-jährigen Geschichte. Private Anleger setzten dabei vor allem auf Rentenfonds, denen 8,5 Milliarden Euro zuflossen, sowie auf Aktienfonds mit einem Plus von 7,4 Milliarden Euro. Marktbedingt verbuchten die Offenen Immobilienfonds hingegen spürbare Abflüsse in Höhe von 3,1 Milliarden Euro.
Gleichzeitig knackte die Zahl der klassischen Fondssparpläne durch netto 169.000 Neuabschlüsse erstmals die Marke von vier Millionen. Ein rasantes Wachstum verzeichnete zudem das institutionelle Geschäft: Hier verdoppelte sich der Nettoabsatz im Jahresvergleich von 4,7 auf 9,8 Milliarden Euro, wobei Spezialfonds am stärksten nachgefragt wurden.
Vorstandschef Hans Joachim Reinke nutzte die Zahlenvorlage für einen eindringlichen Appell an die Bundespolitik. Er bezeichnete das geplante Altersvorsorgereformgesetz und die Einführung der „Frühstart-Rente“ als den potenziell „bedeutendsten Fortschritt für die private Altersvorsorge seit 2002“. Laut dem von der Bank mitherausgegebenen „Vorsorgekompass 2026“ decken die gesetzlichen Versorgungssysteme im Durchschnitt nur noch rund 60 Prozent der monatlichen Ausgaben eines Haushalts im Ruhestand ab. Reinke mahnt daher, dass eine ausreichende Altersvorsorge heute nur im Zusammenspiel mehrerer Säulen funktioniere.
Die vorgelegten Zahlen beweisen die enorme Vertriebskraft des genossenschaftlichen Bankenverbunds, bei dessen Beratern sich Reinke explizit für die enge Zusammenarbeit bedankte. Dass die Zahl der Fondssparpläne weiter massiv steigt und die Mehrheit der Neuanlagen in Aktienfonds fließt, belegt einen fundamentalen Wandel: Die deutschen Sparer legen ihre Zurückhaltung gegenüber dem Kapitalmarkt ab und bauen strukturiert Vermögen auf. Der einzige sichtbare Makel in der Bilanz sind die offenen Immobilienfonds. Die Milliardenabflüsse in diesem Segment spiegeln die anhaltende Immobilienkrise wider, die offensichtlich das Vertrauen der ansonsten treuen Privatanleger belastet.
Dass Union Investment die geplante Reform der Altersvorsorge so vehement und öffentlichkeitswirksam unterstützt, ist strategisch folgerichtig. Gelingt es der Politik, die staatlich geförderte private Aktienanlage zu vereinfachen, steht die Fondsgesellschaft mit ihrer riesigen Sparplan-Infrastruktur bereits in der Pole-Position, um diese neuen Gelder direkt und in großem Stil abzuschöpfen.
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