Deka-Gruppe hebt Prognose für 2026 auf 800 Mio. Euro an. Starke Nachfrage von Privatkunden und institutionellen Investoren treibt Vertriebsleistung auf 23,3 Mrd. Euro.

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Das Wertpapierhaus der Sparkassen blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück und hebt seine Ergebnisziele für das Gesamtjahr an. Angetrieben von einer hohen Investitionsbereitschaft bei Privatkunden sowie institutionellen Investoren kletterte die Gesamtvertriebsleistung bei Fonds und Zertifikaten auf 23,3 Milliarden Euro. Das wirtschaftliche Ergebnis der Deka-Gruppe verbesserte sich in den ersten sechs Monaten auf 546 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund korrigierte das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026 auf rund 800 Millionen Euro nach oben.
Vorstandschef Georg Stocker verweist auf die langfristige Wachstumsdynamik des Instituts: „Seit 2020 sind bei der Deka die Zahl der Depots um 30 Prozent auf 6,2 Millionen gestiegen, die Zahl der Sparpläne um 78 Prozent auf über neun Millionen und das Gesamtvolumen an Fonds und Zertifikaten um 55 Prozent auf 485 Milliarden Euro.“
Als wesentliche Stütze erwies sich erneut das Retail-Segment: Mit einer Vertriebsleistung von 19,5 Milliarden Euro kam der Großteil der Mittelzuflüsse aus dem Privatkundengeschäft. Hohe Nachfrage verzeichnete das Institut vor allem bei Vermögensverwaltungslösungen sowie klassischen Aktien- und Mischfonds. Bemerkenswert stabil zeigten sich auch die direkt gemanagten offenen Immobilienfonds, die dem schwierigen Sektorumfeld trotzten und einen leicht positiven Nettoabsatz verbuchten.
Im institutionellen Bereich verzeichnete die Deka eine Verdopplung der Vertriebsleistung bei Fonds und Zertifikaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei das Fondsgeschäft den Haupttreiber bildete. Die Zahl der geführten Kundendepots im Konzern stieg zum Stichtag auf 6,2 Millionen.
Auf der Ertragsseite erreichte die Gruppe ein Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro, wobei das Provisionsgeschäft die tragende Säule blieb. Das Zinsergebnis gab demgegenüber infolge der niedrigeren Kapitalmarktzinsen nach. Ergebnisstützend wirkte sich die Auflösung von Wertberichtigungen in der Risikovorsorge aus, die vor allem im Zuge des Verkaufs von Engagements in der Immobilienfinanzierung realisiert werden konnte.
Auf der Aufwandsseite machten sich fortlaufende Investitionen in die Digitalisierung, die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells sowie ein anhaltender Personalaufbau bemerkbar. Die Cost-Income-Ratio (CIR) verschlechterte sich infolgedessen von 56,9 Prozent auf 59,7 Prozent. Die regulatorische Kapitalausstattung verbleibt auf hohem Niveau: Zum 30. Juni 2026 wies die Deka eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 19,4 Prozent aus.

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