Münchener Hypothekenbank trotzt Baukrise: Neugeschäft legt im ersten Halbjahr um 15 Prozent zu

Münchener Hypothekenbank steigert H1-Neugeschäft um 15 % auf 1,75 Mrd. Euro. Niedrigere Risikovorsorge hebt Betriebsergebnis auf 93,5 Mio. Euro.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

25.8.26

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19:49

Uhr

Münchener Hypothekenbank trotzt Baukrise: Neugeschäft legt im ersten Halbjahr um 15 Prozent zu

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Münchener Hypothekenbank (Bildskalierung mittels KI-Modell)

Die Münchener Hypothekenbank eG hat sich im ersten Halbjahr 2026 in einem schwierigen Marktumfeld behauptet und das Neugeschäft spürbar ausgebaut. Das Neugeschäftsvolumen stieg um 15 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro gegenüber 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

"In einem herausfordernden Umfeld halten wir Kurs. Die Bank steht auf einem robusten Fundament mit starker Ertragskraft“, betont Dr. Holger Horn, Vorstandsvorsitzender des genossenschaftlichen Immobilienfinanzierers.

Gewerbefinanzierung wächst über Anschlussfinanzierungen

In der privaten Wohnimmobilienfinanzierung zeigte sich das Neugeschäft trotz der anhaltend schwachen Neubautätigkeit mit einem Zusagevolumen von 0,9 Milliarden Euro stabil. Das gewerbliche Finanzierungsgeschäft zog derweil von 0,6 Milliarden auf 0,85 Milliarden Euro an. Aufgrund der Investitionszurückhaltung im Markt speiste sich dieser Zuwachs allerdings überwiegend aus Um- und Anschlussfinanzierungen.

Auf der Refinanzierungsseite platzierte das Institut am Geld- und Kapitalmarkt ein Gesamtvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro. Zwei Hypothekenpfandbrief-Emissionen im Benchmark-Format über jeweils 500 Millionen Euro trafen dabei auf eine hohe Investorennachfrage und wurden zu historisch niedrigen Spreads am Markt untergebracht.

Niedrigere Risikovorsorge stützt Halbjahresüberschuss

Die Ertragslage entwickelte sich weitgehend robust, wenngleich der Zinsüberschuss im Zuge veränderter Zinsstrukturen von 260,4 Millionen auf 247,9 Millionen Euro nachgab. Zusammen mit den leicht gesunkenen Provisionsaufwendungen von 26,0 Millionen Euro (Vorjahr: 29,1 Millionen Euro) lag der Zins- und Provisionsüberschuss bei 221,8 Millionen Euro nach 231,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Parallel stiegen die Verwaltungsaufwendungen von 86,7 Millionen auf 91,7 Millionen Euro. Entlastung brachte hingegen die Gesamtrisikovorsorge für das Kreditportfolio, die im ersten Halbjahr von 50,6 Millionen auf 37,6 Millionen Euro sank. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Institut jedoch weiterhin mit einer Risikovorsorge auf Vorjahreshöhe.

In der Konsequenz kletterte das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge leicht auf 93,5 Millionen Euro (Vorjahr: 92,0 Millionen Euro). Nach Steuern verblieb ein zeitanteiliger Halbjahresüberschuss von 57,8 Millionen Euro (Vorjahr: 56,6 Millionen Euro).

Solide Kapitalquoten – Vorstand sieht Jahresziele in Reichweite

Mit einer harten Kernkapitalquote (CET1) von 20,7 Prozent (Ende 2025: 21,0 Prozent) und einer Gesamtkapitalquote von 27,8 Prozent (Ende 2025: 28,0 Prozent) verfügt die Bank über ein komfortables Eigenkapitalpolster. Das Management zeigt sich zuversichtlich, die gesteckten Ertrags- und Neugeschäftsziele für 2026 zu erreichen, verweist mit Blick auf die weitere Entwicklung der Immobilienmärkte jedoch auf anhaltende geopolitische und makroökonomische Unwägbarkeiten.

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