Deutsche Bank übertrifft im dritten Quartal 2026 die Erwartungen: Dank starker Zuwächse in der Unternehmens- und Investmentbank steigt das Vorsteuerergebnis auf 2,63 Milliarden Euro. Während die Jahresziele in greifbare Nähe rücken, bleibt die Rendite im Privatkundengeschäft gebremst.

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Deutschlands größtes Geldhaus setzt seinen profitablen Wachstumskurs fort. Im dritten Quartal 2026 erwirtschaftete die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von 2,63 Milliarden Euro – ein Zuwachs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Steuern verblieb ein Überschuss von rund 1,9 Milliarden Euro, wovon 1,59 Milliarden Euro auf die Aktionäre entfielen. Die Erträge kletterten zeitgleich um vier Prozent auf 8,34 Milliarden Euro. Mit diesem Zwischenspurt schlug der Frankfurter DAX-Konzern die Schätzungen der Analysten auf breiter Front, die im Schnitt lediglich mit 2,39 Milliarden Euro Vorsteuergewinn gerechnet hatten.
Wesentlicher Treiber des Quartalserfolgs war erneut die Unternehmensbank (Corporate Bank). Das Segment steigerte seine Erträge um neun Prozent auf 1,98 Milliarden Euro und lieferte beim Vorsteuerergebnis ein zweistelliges Plus von elf Prozent auf 743 Millionen Euro ab. Das Institut profitiert hier nachhaltig von seiner starken Verankerung im internationalen Handels- und Zahlungsverkehr sowie im Geschäft mit multinationalen Firmenkunden.
In der traditionell volatileren Investmentbank gaben die Erträge zwar leicht um zwei Prozent auf 2,92 Milliarden Euro nach, unterm Strich verbuchte die Sparte jedoch einen Gewinnsprung: Dank einer spürbar gesunkenen Risikovorsorge für Kreditausfälle und einer strafferen Kostenstruktur zog das Vorsteuerergebnis um zwölf Prozent auf exakt eine Milliarde Euro an.
Ein differenzierteres Bild zeigt sich im Privatkundengeschäft (Private Bank). Zwar legten die Erträge – gestützt auf das Einlagen- und Wertpapiergeschäft – um acht Prozent auf 2,61 Milliarden Euro zu, das Vorsteuerergebnis wuchs mit zwei Prozent auf 699 Millionen Euro jedoch nur unterproportional.
Der Grund für den gedämpften Margenhebel liegt in den fortlaufenden Restrukturierungsaufwendungen: Investitionen in die IT-Architektur und Abfindungen für Personalmaßnahmen zehrten einen Großteil der Ertragszuwächse auf. Immerhin machen sich die Einsparungen aus früheren Filialschließungen und die fortschreitende Verschlankung der Postbank-Organisation zunehmend positiv bemerkbar. In der Vermögensverwaltung (Asset Management / DWS) entwickelten sich die Erträge mit einem Plus von vier Prozent auf 766 Millionen Euro solide; das Vorsteuerergebnis stieg um drei Prozent auf 244 Millionen Euro.
Über den gesamten Konzern hinweg verbesserte sich die Aufwand-Ertrag-Relation (Cost-Income-Ratio) im abgelaufenen Quartal um zwei Prozentpunkte auf 62,4 Prozent. Die Bank musste somit 62,4 Cent aufwenden, um einen Euro Ertrag zu erwirtschaften – ein Wert, der die Früchte der mehrjährigen Transformationsprogramme unterstreicht.
Finanzvorstand Raja Akram sieht das Institut auf Kurs für einen neuen Jahresrekord: "Wir haben in allen vier Geschäftsbereichen eine solide Entwicklung erzielt. Damit sind wir auf einem guten Weg, unsere Ziele für 2026 zu erreichen." Akram bekräftigte zugleich das Versprechen an die Kapitalmärkte, überschüssiges Eigenkapital plangemäß über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurückzuführen und die Kostendisziplin beizubehalten.
Nach neun Monaten summieren sich die Konzernerlöse bereits auf 25,49 Milliarden Euro. Angesichts dieses Zwischenstands rückt das Erreichen der für 2026 avisierten Ertragsmarke von rund 33 Milliarden Euro nicht nur in greifbare Nähe – das Management stellt mittlerweile ein Übertreffen der ursprünglichen Zielvorgabe in Aussicht.

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