Rekordjahr für die Rentenbank: 82 % Wachstum bei Förderkrediten in 2025 und ein massiver Boom bei Erneuerbaren Energien. Erfahren Sie, wie das Institut die Agrarwende mit Milliardeninvestitionen unterstützt.

Bildnachweis:
Rentenbank
Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat im Geschäftsjahr 2025 eine beeindruckende Bilanz ihrer Förderaktivitäten vorgelegt und damit ihre Rolle als kraftvoller Impulsgeber für den ländlichen Raum untermauert. Das Neugeschäft mit Programmkrediten schoss um rekordverdächtige 82,1 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro empor – ein klares Signal, dass die deutsche Landwirtschaft trotz eines komplexen Marktumfelds bereit ist, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Vorstandssprecherin Nikola Steinbock wertet das abgelaufene Jahr als eine Phase der Stärke und des Aufbruchs:
„Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir unsere Förderung deutlich ausgebaut und wichtige Zukunftsinvestitionen für die Landwirtschaft angestoßen. Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig verlässliche Finanzierung für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche ist.“
Dieser dynamische Wachstumskurs hat sich im ersten Quartal 2026 nicht nur fortgesetzt, sondern sogar nochmals beschleunigt. Mit einem Plus von 68,1 Prozent bei den Programmkrediten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum startet die Bank mit vollem Elan in das neue Jahr. Ein besonderer Glanzpunkt ist dabei die Sparte der Erneuerbaren Energien, die im ersten Quartal 2026 einen Zuwachs von über 210 Prozent verzeichnete. Allein 1,1 Milliarden Euro flossen in den ersten drei Monaten in grüne Energieprojekte, insbesondere in Windkraftanlagen. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass viele landwirtschaftliche Betriebe die Diversifizierung aktiv vorantreiben und sich als tragende Säulen der Energiewende etablieren.
Über die reinen Volumina hinaus setzt die Rentenbank verstärkt auf qualitative Akzente, um den ökologischen Umbau der Branche wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. So erwies sich das Förderprogramm für Stallumbauten für mehr Tierwohl mit Zusagen von rund 57 Millionen Euro im Jahr 2025 als wichtiger Baustein für moderne Haltungsformen. Auch bei der Klimabilanzierung geht das Institut neue Wege: Durch „Zuschüsse aus eigenen Mitteln“ unterstützt die Bank Landwirte dabei, ihre Treibhausgasemissionen transparent zu machen und zu reduzieren. Bis zum Jahresende 2025 wurden bereits 830 Anträge bewilligt, was die große Veränderungsbereitschaft der Landwirte unterstreicht, wenn die richtigen finanziellen Anreize gesetzt werden.
Parallel dazu treibt die Bank die Förderung von Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette voran. Durch Nachrangdarlehen und die Beteiligung an Venture Capital Fonds unterstützt die Rentenbank gezielt Start-ups, die mit frischen Ideen die Effizienz und Nachhaltigkeit der Agrarwirtschaft steigern. Mit dem Start einer neuen Förderung für innovative Antriebssysteme im Mai 2026 setzt die Bank einen weiteren Meilenstein, um moderne Technologien schneller in die landwirtschaftliche Praxis zu bringen. Das gemeinsam mit dem TechQuartier initiierte Programm „Growth Alliance“ sorgt zudem dafür, dass das Gründer-Ökosystem im Agrarsektor nachhaltig gestärkt wird.
Damit die Rentenbank ihren Förderauftrag auch in Zukunft auf höchstem Niveau erfüllen kann, investiert sie massiv in die eigene Modernisierung. Die konsequente Umsetzung der IT-Roadmap und die Ablösung des Kernbanksystems haben das Haus organisatorisch und technologisch einen großen Schritt vorangebracht. Dass das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge mit 86,6 Millionen Euro unter dem Vorjahr lag, ist dabei ein bewusstes Investment in die künftige Schlagkraft der Bank: Höhere Verwaltungsaufwendungen für moderne Systeme und der Aufbau von zusätzlichem Experten-Know-how sichern die Widerstandsfähigkeit des Instituts ab. Die Cost-Income-Ratio bleibt mit 50,7 Prozent dennoch in einem für Förderbanken sehr attraktiven Bereich.
Refinanziert wird dieser Erfolg durch eine herausragende Reputation an den internationalen Kapitalmärkten. Das Emissionsvolumen stieg 2025 auf 10,9 Milliarden Euro, wobei die Platzierung einer 1,5 Milliarden US-Dollar schweren Globalanleihe als die erfolgreichste in der Geschichte der Bank in die Annalen eingeht. Mit einer harten Kernkapitalquote von 32,6 Prozent agiert die Rentenbank aus einer Position der absoluten Stabilität heraus. Finanzvorstand Dr. Marc Kaninke fasst die Lage optimistisch zusammen:
„Unsere stabilen Geschäftszahlen zeigen, dass wir unser Förderportfolio kontinuierlich ausbauen und unseren Auftrag zuverlässig erfüllen. Gerade jetzt ist dies wichtiger denn je, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und die Energiewende erfolgreich zu gestalten.“

Thorsten Schrieber (ex-DJE) wechselt im Juli 2026 zu ACATIS Investment. Als künftiger Sprecher der Geschäftsführung soll er den Generationswechsel einleiten und die Expansion des Value-Managers vorantreiben.

Unicredit zieht das Netz zu: Erhöhung des Zugriffs auf die Commerzbank auf über 32 % via Derivate und überraschende Aufstockung bei Generali auf 8,7 %. Eine Analyse der Strategie von Andrea Orcel vor dem Übernahmeangebot am 4. Mai.