21 Prozent mehr Neukunden: Quirin Privatbank und quirion beschleunigen Wachstumstempo

Quirin Privatbank steigert Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr 2026 auf 8 Mio. Euro. 21 Prozent mehr Neukunden im Privatkundengeschäft, Robo-Advisor quirion wächst organisch.

Anja Amend

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Anja Amend

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28.8.26

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9:00

Uhr

21 Prozent mehr Neukunden: Quirin Privatbank und quirion beschleunigen Wachstumstempo

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Quirin Privatbank

Die Quirin Privatbank schaltet im 20. Jahr ihres Bestehens auf Expansionskurs: Trotz eines von geopolitischen Krisen und Konjunkturflaute geprägten Marktumfelds verzeichnete das Berliner Institut in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen massiven Zustrom an Neukunden. Gemeinsam mit der digitalen Tochter quirion stieg die Zahl der betreuten Kundinnen und Kunden auf rund 118.000, während das insgesamt verwaltete Vermögen auf 11,1 Milliarden Euro kletterte. Vor Steuern erwirtschaftete die Gruppe einen Halbjahresgewinn von 8,0 Millionen Euro (plus 4 Prozent).

Gründer und Vorstandschef Karl Matthäus Schmidt sieht im starken Kundenzulauf eine Bestätigung der strategischen Ausrichtung:

"Im Jahr ihres 20. Jubiläums beweist die Quirin Privatbank, dass sich das Pioniermodell der provisionsfreien Beratung dauerhaft trägt, auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind."

Kräftiger Kundenzulauf im Privatkundengeschäft treibt Provisionserlöse

Im traditionellen Privatkundengeschäft beschleunigte sich das Wachstum spürbar: Mit knapp 1.000 neu gewonnenen Anlegern verzeichnete die Bank ein Neukundenplus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der gesamte Kundenstamm der Kernmarke wuchs damit auf 15.200. Parallel dazu zog das verwaltete Vermögen um zehn Prozent beziehungsweise 700 Millionen Euro auf 7,9 Milliarden Euro an.

Dieser Volumenzuwachs schlug sich unmittelbar in der Ertragsdynamik nieder: Die Erlöse im Segment Private Banking stiegen um 15 Prozent, während der gesamte Provisionsüberschuss um 22 Prozent auf 34,8 Millionen Euro nach oben sprang. Dank der wachstumsbedingten Skaleneffekte verbesserte sich die Cost-Income-Ratio trotz laufender Investitionen in die Digitalisierung und die Beratungsqualität von 70 auf 62 Prozent.

quirion gewinnt 6.000 Neukunden – Fokus auf Altersvorsorgedepot ab 2027

Auch die digitale Vermögensverwaltungstochter quirion trieb das Kundenwachstum kräftig voran: Mit 6.000 neuen Nutzerinnen und Nutzern im ersten Halbjahr lag der Neukundengewinn um elf Prozent über dem Vorjahreswert. Das verwaltete Vermögen belief sich auf 3,3 Milliarden Euro, was nach dem Auslaufen einer temporären Zinsaktion im Februar einem leichten Rückgang entspricht. Im eigentlichen Kerngeschäft der digitalen Wertpapieranlage sprangen die Nettozuflüsse im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 38 Prozent nach oben, was laut Schmidt belegt, „dass unser organisches Wachstum intakt ist, auch wenn Zinsaktionen auslaufen“.

Für die nächste Wachstumsphase bringt sich die Plattform bereits in Stellung: Zum 1. Januar 2027 will quirion umfassend vom Start des neuen staatlich geförderten Altersvorsorgedepots profitieren. „Das ist eine riesige Chance für die Menschen in Deutschland in Sachen Altersvorsorge – und für uns ein Wachstumsfenster, das wir nutzen werden“, betont Schmidt mit Blick auf die anstehende Reform.

Das Segment Kapitalmarktgeschäft verzeichnete angesichts der allgemeinen Marktzurückhaltung bei Transaktionen im Small- und Mid-Cap-Bereich einen geringeren Ergebnisbeitrag als im Vorjahr, während der konjunkturunabhängige Kapitalmarktservice das Geschäftsfeld absicherte.

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