Revolut bringt Euro-Stablecoin EURR an den Start: Britische Digitalbank startet Rollout in drei Ländern und zielt auf grenzüberschreitende Zahlungen ab.

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Revolut
Die britische Digitalbank Revolut steigt in den rasant wachsenden Markt für tokenisierte Währungen ein und lanciert mit dem "EURR" ihren ersten eigenen Euro-Stablecoin. Das Fintech positioniert das digitale Zahlungsmittel als Baustein für schnellere und kostengünstigere Transaktionen und will damit grenzüberschreitende Überweisungen sowie den Zahlungsverkehr für Geschäfts- und Privatkunden vereinfachen.
Der 1:1 an den Euro gekoppelte Token steht zum Start Nutzerinnen und Nutzern in Dänemark, Polen und Portugal zur Verfügung. Revolut betrachtet den Launch als Auftakt einer breiter angelegten Stablecoin-Offensive, die künftig auch Token für weitere Fiat-Währungen umfassen soll. Ein flächendeckender Rollout im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ist noch für das laufende Jahr geplant.
Der EURR wird direkt in die Banking-App integriert, was einen reibungslosen Wechsel zwischen traditionellen Euro-Guthaben und Krypto-Assets ermöglicht.
„Revolut hat zunächst versteckte Gebühren und Reibungsverluste beim Währungsumtausch beseitigt“, erklärt Iman Olya, Produktverantwortlicher für Stablecoins bei Revolut. „Jetzt tun wir genau dasselbe für Kryptowährungen.“
Mit diesem Schritt reiht sich das Unternehmen in eine Reihe globaler Akteure wie Visa, Klarna und diverse Großbanken ein, die vermehrt auf Blockchain-basierte Abwicklungslösungen setzen, um klassische Interbanken-Infrastrukturen zu umgehen.
Revoluts Vorstoß erfolgt in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Zwar hat die Verabschiedung klarer Krypto-Regulierungen in den USA unter Präsident Donald Trump für rechtliche Verlässlichkeit gesorgt, doch zeigen Branchendaten erste Anzeichen einer Konsolidierung: Nach den steilen Zuwächsen der Vorjahre stabilisierte sich der Gesamtwert der umlaufenden Stablecoins 2026 laut Daten von DefiLlama. Auch Erhebungen von Visa deuten auf ein abgekühltes reales Transaktionsvolumen hin.
Zudem ist das Marktsegment extrem konzentriert: Die an den US-Dollar gebundenen Branchenriesen USDT (Tether) und USDC (Circle) dominieren zusammen rund 85 Prozent des weltweiten Umlaufs. Euro-gedeckte Digitalwährungen fristen bislang ein Nischendasein – ein Umstand, den Revolut über seine breite europäische Kundenbasis nun zu seinen Gunsten drehen möchte.

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