Ascory Bank (ehemals Varengold) verzeichnet erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 mit 1,8 Mio. Euro Vorsteuergewinn und stellt den Vorstand um Daniel Piatek und Kai Friedrichs neu auf.

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Ascory Bank
Die Hamburger Ascory Bank AG sieht sich nach ihrer tiefgreifenden Restrukturierung auf Erholungskurs. Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete das Institut ein Vorsteuerergebnis von 1,8 Millionen Euro und erreichte damit nach sechs Monaten bereits fast den Wert des gesamten Vorjahres. Der Periodenüberschuss belief sich ebenfalls auf 1,8 Millionen Euro und übertraf das Vorjahresergebnis bereits deutlich.
Hinter dem Institut liegt eine schwere Krise: Bis Februar 2026 firmierte die 1995 gegründete Bank unter dem Namen Varengold. Verwicklungen in den Cum-Ex-Skandal sowie eine Sonderprüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatten das Haus in existenzielle Schieflage gebracht. In der Folge tauschte das Institut seine Führungsspitze aus, verpasste sich einen neuen Namen und leitete eine umfassende Neuausrichtung ein.
Die Halbjahresbilanz belegt nun eine operative Stabilisierung. Die Kreditforderungen kletterten bis Ende Juni um fünf Prozent auf 507 Millionen Euro, während das wirtschaftliche Kreditexposure im Kundengeschäft um 15 Prozent auf 554 Millionen Euro zulegte. Parallel dazu bauten die Hamburger ihre Kundeneinlagen von 923 Millionen Euro zum Jahresende 2025 auf 953 Millionen Euro aus.
Mit einer Kernkapitalquote von rund 19 Prozent liegt das Institut weiterhin komfortabel über den regulatorischen Mindestanforderungen; der leichte Rückgang gegenüber Ende 2025 resultiert nach Angaben der Bank aus dem planmäßigen Ausbau des Neugeschäfts.
Flankierend zur operativen Entwicklung ordnet das Traditionshaus seine Vorstandsebene neu. Zum Oktober 2026 übernimmt Daniel Piatek das Vorstandsressort Marktfolge von Hendrik Harms, der die Bank planmäßig verlässt. Zudem zieht der bisherige Generalbevollmächtigte Kai Friedrichs als Vorstand für IT und Banking Operations in das oberste Führungsgremium ein. Die Gesamtführung verbleibt bei CEO Matthias Wargers.
Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Auerbach unterstreicht die personelle Weichenstellung: „Mit der neuen Führungsstruktur um Matthias Wargers als CEO stellen wir die Weichen für die nächste Entwicklungsphase der Ascory Bank.“
Nach der rund anderthalbjährigen Umbauphase sieht das Management die Basis für profitables Wachstum gelegt und hält an seiner Jahresprognose fest: Für das Gesamtjahr 2026 strebt die Bank einen Vorsteuergewinn von 3,0 Millionen Euro an, wovon bereits mehr als die Hälfte erzielt wurde.
Strategisch konzentriert sich Ascory auf die drei Kernsegmente Fintech, Energy Transition und Leveraged Finance. Bis Ende 2028 peilt der Vorstand eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity) von über zehn Prozent, eine Cost-Income-Ratio von unter 65 Prozent sowie eine Kernkapitalquote von mehr als 15 Prozent an.

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