NordLB steigert Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr um 40 Prozent auf 370 Mio. Euro. Sparkassen bereiten Ausstieg vor, Niedersachsen peilt 82 Prozent an.

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Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) setzt ihren Erholungskurs fort und hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen deutlichen Gewinnsprung erzielt. Wie das Institut aus Hannover mitteilte, kletterte das Ergebnis vor Steuern im Vorjahresvergleich um 40 Prozent auf 370 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte die Landesbank einen Nettogewinn von 309 Millionen Euro, was einem Zuwachs von rund 46 Prozent entspricht.
"Besonders erfreulich ist, dass wir unsere Profitabilität erneut gesteigert haben und unseren mittelfristigen Zielen damit ein weiteres Stück nähergekommen sind“, kommentiert Vorstandschef Jörg Frischholz die Zwischenbilanz. Mit dem Halbjahreswert hat die Bank bereits knapp 80 Prozent des Vorjahresergebnisses (2025: 475 Millionen Euro vor Steuern) erreicht, das im Gesamtjahr 2026 übertroffen werden soll. Die Eigenkapitalrendite (RoE) vor Steuern verbesserte sich von 7,0 auf 9,0 Prozent.
Auf der Ertragsseite legte der Zinsüberschuss um sieben Prozent zu, während das Provisionsergebnis ein Plus von 26 Prozent verzeichnete. Finanzvorstand Jasper Hanebuth verweist insbesondere auf operative Fortschritte im Kerngeschäft: „Wichtige Impulse kamen insbesondere aus dem Neugeschäft im Bereich der strukturierten Finanzierungen.“ Zudem stützten der Ausbau des Einlagengeschäfts sowie die Ausplatzierung von Krediten und Wertpapieren an institutionelle Investoren die Ertragsdynamik.
Flankierend zu den operativen Fortschritten zeichnet sich das finale Ende der staatlich-sektoralen Rettungsmaßnahmen ab. Nach existenzbedrohenden Verlusten im Zuge der Schiffskreditkrise war die NordLB Ende 2019 mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Hilfspaket vor dem Kollaps bewahrt worden. Dabei hatten die deutschen Sparkassen und Landesbanken rund 757 Millionen Euro beigesteuert und knapp 24 Prozent der Anteile übernommen.
Im Umfeld der Bank verlautet nun, dass die Sparkassengruppe diesen Anteil im Zuge des planmäßigen Abschlusses der Restrukturierung abgeben will; entsprechende Verhandlungen laufen bereits. Das Land Niedersachsen plant, das Sparkassen-Paket vollständig zu übernehmen. Damit würde das Bundesland seine Beteiligung auf fast 82 Prozent ausbauen und die für strategische Entscheidungen notwendige 80-Prozent-Mehrheit auf sich vereinen. Finanziert werden soll der Rückkauf über einen Nachtragshaushalt, wobei künftige Dividendenausschüttungen der erstarkten Landesbank zur Refinanzierung der ersten Tranche beitragen könnten.

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