LBBW erzielt im ersten Halbjahr 2026 einen Vorsteuergewinn von 708 Mio. Euro. Sinkende Kosten und robuste Segmente stützen die bestätigte Jahresprognose von über 1,1 Mrd. Euro.

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Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat sich im ersten Halbjahr 2026 in einem herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld behauptet. Wie das Stuttgarter Spitzeninstitut mitteilte, lag das Vorsteuerergebnis mit 708 Millionen Euro leicht über dem hohen Vorjahreswert von 705 Millionen Euro. Nach Steuern erzielte die nach Bilanzsumme größte deutsche Landesbank einen Konzerngewinn von 479 Millionen Euro nach 477 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Konzernchef Rainer Neske sieht die Universalbank-Strategie bestätigt:
"Unser Halbjahresergebnis zeigt: Die LBBW ist leistungsstark, kundennah und widerstandsfähig. Wir nutzen die Stärke unseres Geschäftsmodells und bauen auf die Leistungsfähigkeit unseres gesamten Teams. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit unterstützen wir unsere Kunden verlässlich – mit umfassender Expertise, finanzieller Stärke und dem vielfältigen Lösungsangebot einer Universalbank.“
Auf der Einnahmenseite zeigten sich die Gesamterträge mit 2,09 Milliarden Euro nach 2,12 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum weitgehend stabil. Zuwächse verzeichnete das Institut insbesondere bei Infrastrukturfinanzierungen, im Wertpapieranlagegeschäft sowie bei den Einlagenerlösen, während die anhaltende Investitionszurückhaltung im Mittelstand und die schwache Immobilienkonjunktur dämpfend wirkten.
Parallel dazu reduzierten sich die Gesamtaufwendungen um vier Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Entlastung brachten vor allem der Wegfall früherer Integrationskosten für die Tochter Berlin Hyp sowie niedrigere Verbandsumlagen für die Sicherungssysteme der Sparkassen-Finanzgruppe. Dies kompensierte auch fortlaufende Investitionen in Cyber-Sicherheit, Künstliche Intelligenz und die internationale Expansion. Die Cost-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich infolgedessen von 61,8 auf 60,4 Prozent, während die Eigenkapitalrendite vor Steuern bei 8,3 Prozent lag (Vorjahr: 8,6 Prozent).
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg konjunkturbedingt moderat von 107 Millionen auf 121 Millionen Euro an, was bezogen auf das gesamte Kreditbuch 15 Basispunkten entspricht. Die Quote notleidender Kredite verharrt mit 0,9 Prozent auf niedrigem Niveau. Zudem hält die Bank weiterhin zusätzliche pauschale Risikopuffer in Form von Model Adjustments im Umfang von nahezu 800 Millionen Euro vor. Die harte Kernkapitalquote (CET1 nach CRR III) lag zur Jahresmitte bei soliden 16,1 Prozent.
Alle vier operativen Geschäftsfelder steuerten dreistellige Millionengewinne zum Gesamtergebnis bei. Im Firmenkundengeschäft belief sich der Vorsteuergewinn auf 312 Millionen Euro nach 360 Millionen Euro im Vorjahr, gestützt durch Zuwächse im Einlagen-, Zahlungsverkehrs- und Leasinggeschäft. Das Segment Immobilien- und Infrastrukturfinanzierung steuerte 171 Millionen Euro bei, wobei die Berlin Hyp rund sieben Milliarden Euro Neugeschäft generierte und die Infrastruktursparte 2,8 Milliarden Euro an Neuzusagen erzielte.
Das Kapitalmarktgeschäft erwirtschaftete ein stabiles Ergebnis von 186 Millionen Euro, da Zuwächse bei Zertifikaten und Credit Markets Rückgänge im Treasury auffingen. Einen deutlichen Gewinnsprung verbuchte das Segment Private Kunden und Sparkassen, dessen Vorsteuerbeitrag dank höherer Einlagenvolumina, florierendem Wertpapiergeschäft und dem Ausbau des Wealth Managements von 105 Millionen auf 135 Millionen Euro kletterte.
Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigt der Vorstand seine Zielsetzung: Die LBBW rechnet unverändert damit, beim Ergebnis vor Steuern erneut die Marke von 1,1 Milliarden Euro zu übertreffen.

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