Die pbb erzielt im H1 2026 wieder operative Gewinne. Zwar belasten das geschrumpfte Zinsergebnis und der US-Rückzug, doch das Neugeschäft legt zu.

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Pfandbriefbank
Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) arbeitet sich nach den schweren Turbulenzen im US-Geschäft Schritt für Schritt aus dem Tief heraus. Für das erste Halbjahr 2026 steht wieder ein Vorsteuergewinn von 16 Millionen Euro in den Büchern, nach einem Verlust von 249 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Allein auf das zweite Quartal entfielen davon 10 Millionen Euro (Q1: 6 Millionen Euro). Während die drastisch gesunkene Risikovorsorge von -13 Millionen Euro (H1 2025: -323 Millionen Euro) die operative Beruhigung unterstreicht, bleiben die Folgen des US-Rückzugs auf der Ertragsseite spürbar.
Hauptursache für den verhaltenen Ertragsaufbau ist die Absicherung des US-Restportfolios. Der Ende 2025 vereinbarte Kreditrisikotransfer (Significant Risk Transfer) schützt die Bilanz wirksam vor weiteren Einschlägen, verursacht jedoch laufende Kosten und verringert das Zinsvolumen. In der Konsequenz sanken die operativen Erträge im Halbjahr auf 167 Millionen Euro (H1 2025: 206 Millionen Euro), maßgeblich getrieben durch ein auf 165 Millionen Euro zurückgegangenes Zinsergebnis (H1 2025: 211 Millionen Euro).
Um den Ertragsverlust auszugleichen, setzt CEO Kay Wolf auf ein beschleunigtes und profitables Neugeschäft. Im Segment Real Estate Finance Solutions (REFS) stieg das Neugeschäftsvolumen um 18 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro (H1 2025: 2,6 Milliarden Euro), wobei die echten Neuzusagen mit 67 Prozent den Bärenanteil ausmachten. Mit einem Return on Tangible Equity (RoTE) von 7 Prozent im europäischen Neugeschäft liegt die Bank wieder in ihrem angestrebten Zielkorridor. Zudem gewinnt die Strategie an Kontur, das Geschäft über neue Assetklassen wie Hotel, Senior Living, Student Housing und Data Center zu verbreitern: Diese machten im zweiten Quartal bereits 23 Prozent der Neuzusagen aus.
"In einem anhaltend volatilen Marktumfeld haben wir ein solides Halbjahresergebnis erzielt", kommentiert CEO Kay Wolf. "Die Geschäftsentwicklung zeigt, dass die Transformation der Bank auf einem guten Weg ist. Unser Neugeschäft wächst weiter deutlich und profitabel."
Auch im Segment Real Estate Investment Solutions (REIS) zeigt die Tendenz nach oben: Die operativen Erträge kletterten im zweiten Quartal auf 14 Millionen Euro (Q1: 11 Millionen Euro), was zu einem Segmentergebnis von 2 Millionen Euro führte. Die betreuten Assets under Management verharren bei 3,1 Milliarden Euro.
Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Effizienz eine Baustelle. Der Verwaltungsaufwand stieg durch Investitionen in das Investment-Solutions-Geschäft auf 126 Millionen Euro an (H1 2025: 115 Millionen Euro). Die bereinigte Cost-Income-Ratio (CIR) verharrt mit 77 Prozent über dem Korridor von 70 bis 75 Prozent, den das Management für das Gesamtjahr anpeilt.
Rückenwind erhält die Bank hingegen von der Kapitalseite. Die harte Kernkapitalquote (CET1) verbesserte sich zum 30. Juni deutlich auf 14,6 Prozent (Q1 2026: 13,4 Prozent), was vor allem auf regulatorische Modellverbesserungen im F-IRBA-Standard zurückzuführen ist. Die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) untermauert die Stabilität mit sehr hohen 402 Prozent.
Für das zweite Halbjahr zeigt sich der Vorstand zuversichtlich und bestätigt die Gesamtjahres-Guidance. Das Ziel beim Neugeschäftsvolumen liegt unverändert bei 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro, während das REFS-Finanzierungsvolumen trotz des beschleunigten US-Abbaus bei mindestens 27 Milliarden Euro gehalten werden soll. Die pbb hat den Turnaround eingeleitet – der Weg zurück zur alten Ertragsstärke erfordert jedoch weiterhin Ausdauer.

grenke steigert das H1-Konzernergebnis 2026 um 24,8 % auf 32,6 Mio. Euro. Höhere Insolvenzen treiben die Schadenquote auf 2,0 %. Prognose bestätigt.