Rekord-Halbjahr für MLP: Das EBIT klettert im H1 2026 auf 60,4 Millionen Euro. Treiber sind das Vermögensmanagement und Sachversicherungen.

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Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP SE | Bildnachweis: MLP SE
Die MLP Gruppe verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 neue Höchstwerte bei den Gesamterlösen und dem operativen Ergebnis. Wie der Wieslocher Finanzdienstleister mitteilte und zuvor in Aussicht stellte, kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten sechs Monaten um gut 41 Prozent auf 60,4 Millionen Euro (H1 2025: 42,7 Millionen Euro). Die Gesamterlöse stiegen im selben Zeitraum um 10 Prozent auf den Rekordwert von 583 Millionen Euro (H1 2025: 529 Millionen Euro).
Ausschlaggebend für den Ergebnissprung war ein starkes zweites Quartal, in dem MLP ein EBIT von 19,1 Millionen Euro erzielte – nach lediglich 4,9 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Unternehmen profitierte dabei neben dem Bestandsaufbau von höheren erfolgsabhängigen Vergütungen im Asset Management sowie einem verbesserten Zinsergebnis.
Das Wachstum erstreckte sich über nahezu alle Segmentbereiche der Gruppe. Das kräftigste Plus verzeichnete der Leistungsbereich Absicherung, dessen Erlöse um 12 Prozent auf 155 Millionen Euro zulegten (H1 2025: 139 Millionen Euro). Haupttreiber war hier das weiter expandierende Sachversicherungsgeschäft mit Firmen- und Privatkunden.
Ebenfalls zweistellig entwickelte sich der Leistungsbereich Vermögen, der um 11 Prozent auf 270 Millionen Euro kletterte (H1 2025: 244 Millionen Euro). Hier machten sich sowohl das gestiegene betreute Vermögen als auch ergebniswirksame erfolgsabhängige Vergütungen positiv bemerkbar. Zur MLP-Gruppe gehört auch der Multi-Asset Spezialist FERI mit Sitz in Bad Homburg, der signifikante Assets under Management vorhalten kann. Die Vorsorge-Erlöse kletterten leicht um 3 Prozent auf 133 Millionen Euro (H1 2025: 130 Millionen Euro).
"Der Erfolg der MLP Gruppe ist vor allem das Ergebnis der kontinuierlichen und sehr gezielten Weiterentwicklung der vergangenen Jahre. Wir haben das Unternehmen deutlich breiter aufgestellt und die einzelnen Bereiche strategisch so miteinander verzahnt, dass sie sich gegenseitig verstärken", kommentiert Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP SE, die Zahlen.
"Gleichzeitig haben wir in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Ausbildung, Qualität und Innovationen weiter investiert. Unsere Investitionen zahlen sich zunehmend aus."
Der Wieslocher Finanzvertrieb forciert bereits seit Jahren einen strategischen Umschwung zu revolvierenden Erlösquellen, um die branchentypische Abhängigkeit von Vermittlungsprovisionen im Vorsorgegeschäft abzusenken. Diese Transformation gelingt erstaunlich gut, was die nun vorgelegten Zahlen belegen.
Parallel zur operativen Ertragsentwicklung stiegen die zentralen Bestandskennzahlen, die als Indikator für künftige wiederkehrende Erlöse gelten, auf neue Höchststände. Das betreute Vermögen der MLP Gruppe kletterte per Ende Juni 2026 auf 68,8 Milliarden Euro (31. Dezember 2025: 65,9 Milliarden Euro). Mit Assets under Management in dieser Größenordnung liegt die MLP Gruppe gleichauf mit großen Asset Managern und häufig vor vielen Privatbanken.
Das verwaltete Prämienvolumen im Sachversicherungsgeschäft erhöhte sich auf 865 Millionen Euro (31. Dezember 2025: 809 Millionen Euro).
Finanzvorstand Reinhard Loose verweist zudem auf externe Rahmenbedingungen, die die Geschäftsentwicklung der MLP-Gruppe weiter treiben dürften:
"Unsere strategischen Schwerpunkte – Asset-Wachstum und Ausbau Firmenkundengeschäft – treiben wir gezielt voran. Hinzu kommt die aktuelle Reform der privaten Altersvorsorge, wodurch unsere Beraterinnen und Berater nochmals verstärkt als Gesprächspartner unserer Kundinnen und Kunden gefordert werden."
Vor dem Hintergrund der Halbjahresergebnisse bekräftigte der Vorstand die EBIT-Prognose für das Gesamtjahr 2026 von 100 bis 110 Millionen Euro. Erfolgsabhängige Vergütungen, etwa bei der Tochtergesellschaft FERI, sind in dieser Vorschau laut Unternehmensangaben nur in geringem Umfang eingepreist.
Auch an der Mittelfristplanung für das Jahr 2028 hält der Konzern fest. Demnach peilt MLP bis Ende 2028 ein EBIT in einer Spanne von 140 bis 155 Millionen Euro bei Gesamterlösen von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro an. Die Bestandskennzahlen sollen bis dahin auf 75 bis 81 Milliarden Euro beim betreuten Vermögen sowie auf 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro beim Sachversicherungsprämienbestand ausgeweitet werden. Wichtige Pfeiler dieser Strategie bleiben die vertiefte Durchdringung im Segment der Familienkunden, die Expansion im Firmenkundengeschäft sowie der Multi-Asset-Ansatz bei vermögenden Privatkunden und institutionellen Investoren.

grenke steigert das H1-Konzernergebnis 2026 um 24,8 % auf 32,6 Mio. Euro. Höhere Insolvenzen treiben die Schadenquote auf 2,0 %. Prognose bestätigt.