Verena Dierks folgt im apoBank-Vorstand auf Christian Wiermann als neue Finanzchefin

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank besetzt zentrale Vorstandsposten neu. Christian Wiermann wechselt in das Risikoressort, während Verena Dierks zur neuen Finanzvorständin aufsteigt.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

2.10.26

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10:19

Uhr

Verena Dierks folgt im apoBank-Vorstand auf Christian Wiermann als neue Finanzchefin

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Neue CFO der apoBank: Verena Dierks | Foto: apoBank

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) vollzieht einen strategischen personellen Umbau an der Unternehmensspitze. Der Aufsichtsrat hat den bisherigen Finanzvorstand Dr. Christian Wiermann mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 zum neuen Risikovorstand berufen. Im Zuge dieser internen Rochade rückt Verena Dierks in das Top-Management auf und übernimmt das dadurch frei werdende Finanzressort der Genossenschaftsbank. Das Düsseldorfer Spezialinstitut reagiert mit dieser doppelten Neubesetzung auf einen plötzlichen Vakanzfall in der Führungsetage und setzt dabei demonstrativ auf Führungskräfte aus dem eigenen Haus.

Interner Wechsel nach vorzeitigem Abgang an der Vorstandsspitze

Die tiefgreifende personelle Neuordnung im Risikoressort war notwendig geworden, nachdem die bisherige Risikovorständin Sylvia Wilhelm den Aufsichtsrat vorzeitig um die Auflösung ihres laufenden Vertrages gebeten habe. Über die exakten strategischen oder persönlichen Hintergründe für diesen raschen Abgang machte das Institut keine weiteren Angaben. Um Vakanzen in der elementaren Risikosteuerung gar nicht erst aufkommen zu lassen, vertraut das Kontrollgremium auf den 48-jährigen Wiermann, der dem Vorstand bereits seit 2023 angehört und die internen Prozesse bestens kennt.

In seiner neuen Rolle verantwortet Wiermann künftig die hochsensiblen Bereiche Kreditmanagement, Compliance sowie das Financial und Non-Financial Risk Controlling. Aufsichtsratschef Dr. Karl-Georg Pochhammer wertet den Ressortwechsel des erfahrenen Finanzmanagers als strategischen Gewinn. Wiermann solle künftig die Perspektive aus der Gesamtbanksteuerung noch stringenter mit einem vorausschauenden Risikomanagement verzahnen, um die ambitionierte bankinterne Wachstumsstrategie Primus 2028 abzusichern. Sollten sich im Zuge von Gesundheitsreformen oder Praxisschließungen die Ausfallrisiken im medizinischen Kreditportfolio künftig erhöhen, käme einer solchen ganzheitlichen und frühzeitigen Risikosteuerung eine absolut geschäftskritische Bedeutung für die Bank zu.

Verena Dierks steigt zur Finanzvorständin auf

Die Lücke im Finanzressort schließt der Aufsichtsrat nach einem strukturierten Auswahlverfahren ebenfalls über eine interne Beförderung. Die Wahl fiel auf Verena Dierks, die dem Düsseldorfer Institut erst im Dezember 2024 als Bereichsleiterin Finanzen beigetreten war. Bis die formale regulatorische Freigabe durch die Bankenaufsicht endgültig erteilt ist, wird die 49-Jährige die Bereiche Finanzen, Gesamtbanksteuerung und Konzernservice ab Oktober zunächst als Generalbevollmächtigte leiten.

Dierks bringt einen fundierten branchenübergreifenden Hintergrund in die neue Position ein. Die gelernte Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin agierte in der Vergangenheit bereits als Bereichsleiterin Finanzen beim Bankhaus Lampe und verantwortete zuletzt als Hauptabteilungsleiterin Accounting & Treasury wesentliche Finanzprozesse bei der Dr. August Oetker KG. Pochhammer lobte explizit die hohe Energie, mit der Dierks in den vergangenen knapp zwei Jahren die Modernisierung des hauseigenen Finanzbereichs vorangetrieben habe. Durch das nun formierte Vorstandsduo erhofft sich das Management offenkundig die notwendige Stabilität und fachliche Tiefe, um das spezialisierte Bankhaus in einer konsolidierenden Gesundheitsbranche bilanziell und risikoseitig wetterfest zu steuern.

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