Stefan Siebert bleibt Vorsitzender der LBS-Bausparkassenkonferenz. Die LBS-Gruppe fordert Entlastungen für Immobilienkäufer und plant neue Vorsorgeprodukte für 2027.

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LBS Süd
Stefan Siebert steht weiterhin an der Spitze der LBS-Bausparkassenkonferenz. Der 64-jährige Vorstandsvorsitzende der LBS Landesbausparkasse Süd wurde für eine zweite Amtszeit als oberster Repräsentant der Institutsgruppe bestätigt. In dieser Funktion vertritt er die gebündelten Interessen der bundesweit fünf Landesbausparkassen nach außen und behält zugleich seinen maßgeblichen Sitz im Gesamtvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).
Dem Vorsitzenden stehen künftig zwei Stellvertreter zur Seite, die in der Verbandsspitze sowohl für personelle Stabilität als auch für Erneuerung stehen. Frank Demmer, der 53-jährige Vorstandsvorsitzende der LBS NordWest, wurde in seinem Amt bestätigt. Neu in die Führungsriege rückt die 52-jährige Sabine König auf. Die designierte Vorstandsvorsitzende der LBS NordOst komplettiert das Spitzengremium und stärkt die repräsentative Breite der Bausparkassen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe.
Gemeinsam lenkt das Trio künftig die politische und strategische Ausrichtung des unangefochtenen Branchenprimus. Mit einem Marktanteil von 35,5 Prozent dominiert die LBS-Gruppe das deutsche Bauspargeschäft und betreut für rund sieben Millionen Kunden etwa 7,2 Millionen laufende Verträge.
Siebert verknüpft seine Wiederwahl mit unmissverständlichen wohnungspolitischen Appellen an die Adresse der Bundesregierung. Angesichts der angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt und der gestiegenen Finanzierungskosten drängt der LBS-Chef auf spürbare finanzielle Entlastungen für angehende Eigentümer. Ein zentraler Hebel sei dabei der zwingende Abbau der hohen Grunderwerbsteuer, um die staatliche Unterstützung bei der Wohneigentumsbildung wieder auf ein tragfähiges Fundament zu stellen.
Die systemische Bedeutung der Bausparkassen für den privaten Vermögensaufbau unterstrich Siebert in seiner Antrittserklärung mit Nachdruck:
"Ich werde mich weiter mit voller Kraft dafür einsetzen, das Bausparen als wichtigen Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau mit selbstgenutztem Wohneigentum ins Bewusstsein zu bringen. Nur das Bausparen bietet sicheres Ansparen in Kombination mit einem zinsgünstigen Darlehen."
Als entscheidenden Etappensieg wertet die LBS-Führung die jüngste Reform der privaten Altersvorsorge, die die selbstgenutzte Immobilie nun vollumfänglich in das neue staatliche Fördersystem integriert. Diese sogenannte Eigenheimrentenförderung eröffnet den Bausparkassen weitreichende strategische Handlungsspielräume im lukrativen Vorsorgemarkt. Die Institutsgruppe bereitet sich aktuell intensiv darauf vor, pünktlich zum Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung am 1. Januar 2027 passgenaue Altersvorsorgelösungen zu lancieren.
Mit einer addierten Bausparsumme von beeindruckenden 330 Milliarden Euro verfügt die Gruppe bereits heute über ein massives Fundament in der privaten Baufinanzierung. Die anstehende Verzahnung des Bausparens mit der staatlich geförderten Altersvorsorge dürfte diese Marktdominanz in den kommenden Jahren weiter zementieren. Indem die LBS das Bausparen als unverzichtbaren Baustein der lebenslangen Renten- und Vermögensplanung positioniert, sichert sie ihr traditionelles Geschäftsmodell nachhaltig gegen kurzfristige Zinsschwankungen und konjunkturelle Einbrüche ab.

Baader Bank und OSKAR weiten ihre Partnerschaft aus. Im Zentrum der Kooperation steht die Infrastruktur für das ab 2027 geplante staatliche Altersvorsorgedepot.