Krypto war erst der Anfang: dwpbank rollt „VV-Marktplatz“ für die Massen aus

Angriff auf das Wealth-Segment: Die dwpbank startet gemeinsam mit investify TECH und Dericon den „VV-Marktplatz“ für Sparkassen. Die innovative Plattform demokratisiert den Zugang zur professionellen Vermögensverwaltung und ermöglicht Sparkassen-Kunden den Einstieg bereits ab 25.000 Euro, unterstützt durch renommierte Strategiegeber wie Allianz Global Investors und Flossbach von Storch.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

Veröffentlicht am

9.4.26

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Krypto war erst der Anfang: dwpbank rollt „VV-Marktplatz“ für die Massen aus

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DWP Bank

Die Deutsche WertpapierService Bank (dwpbank) schaltet einen Gang höher und bringt nach ihrer Krypto-Offensive nun die nächste radikale Innovation in das Filialnetz der Sparkassen. Gemeinsam mit den Partnern investify TECH und Dericon hat das Institut den „VV-Marktplatz“ entwickelt, eine hybride Plattform für die digitale Vermögensverwaltung, die am 10. März 2026 offiziell in die Pilotphase gestartet ist. Das Ziel ist ebenso ehrgeizig wie marktverändernd: Die „Demokratisierung der Vermögensverwaltung“, die bisher oft nur einer elitären Schicht vorbehalten war, soll nun für Millionen von Sparkassen-Kunden Realität werden.

Top-Manager für das kleine Depot: Strategien ab 25.000 Euro

Bisher galt die professionelle Vermögensverwaltung (VV) oft als Luxusgut, das hohe Eintrittsbarrieren forderte. Mit dem VV-Marktplatz bricht die dwpbank diese Mauern ein. Anleger können bereits ab einer Summe von 25.000 Euro in Strategien investieren, die auf Fonds und ETFs basieren. Für Kunden mit einem Volumen ab 250.000 Euro stehen zudem Einzeltitellösungen zur Verfügung. Dabei greift die Plattform auf das „Who is Who“ der deutschen Asset-Management-Szene zurück: Renommierte Häuser wie LBBW, Flossbach von Storch, Berenberg, DJE und Allianz Global Investors fungieren als Strategiegeber.

Kristina Lindenbaum, Vorständin für Kunden und digitale Transformation bei der dwpbank, unterstreicht die Tragweite dieses Schrittes:

„Mit dem VV-Marktplatz bieten wir Sparkassen eine innovative Plattform, um einem breiten Kundenkreis erstmals den einfachen und flexiblen Zugang zu einer Vermögensverwaltung zu ermöglichen“

Das System ist dabei als „geschlossenes Ökosystem“ konzipiert, das den Sparkassen planbare, wiederkehrende Betreuungsvergütungen sichert, anstatt auf einmaliges Provisionsgeschäft zu setzen.

Ein technologisches Trio gegen die Fintech-Konkurrenz

Hinter der Plattform steht eine Allianz aus drei Spezialisten: Während investify TECH die juristische Vermögensverwaltung übernimmt, betreibt Dericon die technische Plattform für das Portfoliomanagement und den Vertrieb. Die dwpbank selbst fungiert als das infrastrukturelle Rückgrat für Depotführung und Wertpapierabwicklung. Dr. Harald Brock, Geschäftsführer von investify TECH, sieht in dem Marktplatz-Ansatz ein entscheidendes Werkzeug für die Zukunft:

„Der VV-Marktplatz ist unser innovativer Beitrag zur Demokratisierung der Vermögensverwaltung. [...] Für mich ist der Marktplatzansatz ein starkes Tool, das Sparkassen Wettbewerbsvorteile bringen wird“

Frank Herrmann von Dericon ergänzt, dass man erstklassige Expertise auf eine Plattform bringe, die „so einfach zu bedienen ist wie ein gutes Online-Banking“. Die Sparkassen behalten dabei die volle Kontrolle über die Kundenschnittstelle; die Depotübersicht wird nahtlos in die vertraute Sparkassen-App integriert.

Markteinwertung: Der Befreiungsschlag für das Private Banking

Die Einführung des VV-Marktplatzes ist eine strategische Kampfansage an Neobroker und Robo-Advisor, die in den vergangenen Jahren massiv im Revier der Sparkassen gewildert haben. Indem die dwpbank den Zugang zu Star-Fondsmanagern wie Flossbach von Storch radikal vereinfacht und die Einstiegshürden senkt, nimmt sie den Fintechs ihr stärkstes Argument: die Exklusivität und die niedrigen Kosten.

Besonders clever ist der hybride Ansatz: Die Sparkassen bleiben der vertraute Berater vor Ort, können aber nun ein Produktportfolio anbieten, das technologisch auf Augenhöhe mit den modernsten Plattformen agiert. Für die Institute bedeutet dies nicht nur einen Schutz gegen Kundenabwanderung, sondern den Zugang zu einer neuen, jüngeren Zielgruppe im Vermögensaufbau. Gelingt der Rollout über die Pilotphase hinaus wie geplant noch im Jahr 2026, könnte die dwpbank damit den Standard für das „Private Banking der Zukunft“ in Deutschland setzen und die Sparkassen-Finanzgruppe endgültig im digitalen Wealth-Segment verankern.

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