Krypto-Custody: Deutsche Bank startet Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte

Deutsche Bank startet Verwahrung digitaler Vermögenswerte für Institutionelle und Unternehmen. Krypto-Verwahrlösung für Bitcoin, Ether und Stablecoins geplant.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

Veröffentlicht am

16.9.26

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13:16

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Krypto-Custody: Deutsche Bank startet Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte

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Unsplash | Vinicius Eloy Bailo

Deutschlands größtes Geldhaus öffnet sich für die Verwahrung digitaler Assets: Die Deutsche Bank plant den Start einer regulierten Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte für Unternehmen und institutionelle Kunden in Europa noch im laufenden Jahr. Der Go-live mit ersten Pilotkunden steht unter dem Vorbehalt der Einhaltung regulatorischer Fristen und behördlicher Genehmigungen. Das Angebot zielt darauf ab, institutionellen Adressen eine bankeigene Brücke in die Krypto-Ökonomie zu schlagen, ohne dass Kunden eigene komplexe Infrastrukturen für Wallet- und Schlüsselverwaltung aufbauen müssen.

Schlüsselverwaltung und Settlement nach institutionellen Sicherheitsstandards

Die Plattform ermöglicht institutionellen Kunden die sichere Verwahrung und den regulatorisch konformen Transfer digitaler Vermögenswerte an Dritte. Die Deutsche Bank übernimmt dabei die operative Administration der Wallets sowie das Management der kryptografischen Schlüssel. Technisch setzt die Bank auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept mit hardwarebasiertem Schutz, Mehrpersonen-Freigabeprozessen, Funktionstrennung sowie physisch getrennten Warm- und Cold-Storage-Umgebungen. Für spezifische technische Komponenten bindet das Institut ausgewählte externe Technologie- und Infrastrukturpartner ein.

Zum Marktstart konzentriert sich das Angebot auf eine selektive Auswahl etablierter Krypto-Assets: Neben den beiden Marktführern Bitcoin und Ether werden ausgewählte Stablecoins und E-Geld-Token unterstützt, konkret USDC, EURC sowie EURAU. Perspektivisch soll das Spektrum im Einklang mit Kundenbedarf und internen Risikofreigaben erweitert werden; auch die Verwahrung tokenisierter traditioneller Finanzinstrumente ist fest in der Produkt-Roadmap verankert.

Brückenschlag zwischen klassischer Bankinfrastruktur und digitalem Ökosystem

Gerald Podobnik, Co-Head Corporate Bank der Deutschen Bank, betont die strategische Positionierung des Hauses:

"Digitale Vermögenswerte haben das Potenzial, die Finanzmärkte sinnvoll zu ergänzen. Sie sind jedoch kein Ersatz für das bestehende Finanzsystem, sondern werden sich als zusätzliche Infrastruktur neben etablierten Marktstrukturen entwickeln. Als regulierte Bank sehen wir unsere Aufgabe darin, die Stärken des heutigen Finanzsystems – insbesondere Vertrauen, Sicherheit und robuste regulatorische Kontrollmechanismen – in die Welt digitaler Vermögenswerte zu übertragen. Unser Ziel ist es, unseren Kunden einen sicheren, regulierten und zukunftsorientierten Zugang zu diesem wachsenden Markt zu bieten."

Der Service werde entsprechend der Kundennachfrage, regulatorischer Anforderungen und der Risikobereitschaft der Bank weiterentwickelt, so Podobnik weiter.

Das anfängliche Onboarding richtet sich gezielt an Kunden der Unternehmensbank und der Investmentbank. Im Fokus stehen Corporates, institutionelle Vermögensverwalter, Hedgefonds, Verwahrstellen, Broker sowie staatliche Institutionen in Europa. Angesichts der inhärenten Risiken digitaler Werte – von hoher Preisvolatilität über Cyberrisiken bis hin zum fehlenden Einlagenschutz im Vergleich zu klassischen Sichteinlagen – erfolgt die Kundenaufnahme im Rahmen strenger institutsinterner Due-Diligence-Prüfungen.

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