Berenberg forciert die Digitalisierung und rollt als eine der ersten europäischen Banken das System Gemini Enterprise bankweit aus.

Bildnachweis:
Berenberg (Standort Frankfurt)
Die traditionsreiche Privatbank Berenberg treibt die technologische Weiterentwicklung ihrer Kernprozesse massiv voran und stattet ihre Mitarbeiter flächendeckend mit einer einheitlichen KI-Plattform auf Basis von „Gemini Enterprise“ aus. Als eines der ersten europäischen Institute integriert das Haus die Künstliche Intelligenz der Google Cloud direkt in zentrale Geschäftsprozesse, insbesondere im Portfoliomanagement sowie im Bereich Equity Sales & Research. Erste praktische Anwendungen belegen das enorme Potenzial dieser Maßnahme: Einzelne Workflows lassen sich durch den KI-Einsatz um bis zu 90 Prozent beschleunigen.
Die strategische Partnerschaft mit Google Cloud, die bereits seit 2022 besteht, zielt auf einen konkreten und messbaren wirtschaftlichen Mehrwert ab. Nico Baum, Leiter Solutions bei Berenberg, ordnet die Strategie klar ein:
„Jedes KI-Projekt sollte einen messbaren wirtschaftlichen Mehrwert liefern, entweder durch höhere Erträge oder niedrigere Kosten“
Das System übernimmt auf einer zentralen Basisebene generische Alltagsaufgaben wie Datenvergleiche, Übersetzungen oder Dokumentenzusammenfassungen und reichert diese mit proprietären Daten der Bank an.
Trotz der tiefgreifenden Automatisierung behält der Mensch die absolute Kontrolle über das Kapital. Frederik Gottlob aus der erweiterten Geschäftsleitung stellt unmissverständlich klar: „Die finalen Anlageentscheidungen werden weiterhin von erfahrenen Experten getroffen“.
Die Technologie fungiert als unterstützendes Instrument, um den Beratern mehr Zeit für die individuelle Kundenbetreuung und die Einordnung komplexer Daten zu verschaffen. Die Bereitstellung der unternehmensweiten, standardisierten KI-Umgebung erfolgt dabei ohne Kompromisse bei Sicherheit, Datenschutz oder regulatorischer Konformität.
Dass ausgerechnet Europas älteste Privatbank eine derart weitreichende KI-Integration vollzieht, sendet ein starkes Signal an die gesamte Finanzbranche. Berenberg wählt einen sehr pragmatischen Ansatz: Die KI wird nicht als Ersatz für den Banker positioniert, sondern als hochskalierbares Werkzeug, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert.
Der anvisierte Effizienzgewinn von bis zu 90 Prozent bei einzelnen Workflows ist im margenumkämpften Wealth- und Asset-Management ein massiver Wettbewerbsvorteil. Indem das Institut eine standardisierte Plattform aufbaut, auf der eigene Datensätze sicher und regulatorisch konform mit den KI-Modellen verknüpft werden, löst Berenberg das größte Problem vieler Konkurrenten: Das Haus überwindet die Kluft zwischen isolierten KI-Experimenten und einem produktiven, sicheren Einsatz im harten Bankenalltag.

Trotz eines leichten Gewinnrückgangs übertrifft die britische Großbank HSBC die Markterwartungen für das Jahr 2025 deutlich. Nach einem tiefgreifenden Konzernumbau schraubt das stark in Asien verankerte Institut seine Renditeziele nach oben und peilt bis 2028 eine Eigenkapitalrendite von mindestens 17 Prozent an.

Rekordjagd bei Union Investment: Die Fondsgesellschaft sammelt 2025 netto 23,3 Milliarden Euro an frischen Geldern ein und treibt das verwaltete Vermögen auf einen Höchststand von über 534 Milliarden Euro.

Die Immobilienkrise zwingt die Privatbank Donner & Reuschel zu einer harten Zäsur. Neben einem spürbaren Stellenabbau und der Halbierung der Geschäftsbereiche muss das Institut einen zweistelligen Millionenverlust verdauen, der durch faule Kredite ausgelöst wurde.