HRK Lunis holt LGT-Topmanager Achim Backhaus an die Spitze des Investment Office

HRK Lunis verpflichtet den LGT-Manager Dr. Achim Backhaus als neuen Investmentchef. Der personelle Coup unterstreicht den Zangenangriff unabhängiger Vermögensverwalter auf das lukrative Private Banking der Altbanken.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

28.9.26

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10:27

Uhr

HRK Lunis holt LGT-Topmanager Achim Backhaus an die Spitze des Investment Office

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HRK Lunis

Der unabhängige Vermögensverwalter HRK Lunis untermauert seine Wachstumsambitionen mit einer hochkarätigen Personalie und besetzt die Leitung seines Investment Office völlig neu. Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Dr. Achim Backhaus die strategische Führung der Anlageprozesse. Der versierte Finanzexperte wechselt direkt von der liechtensteinischen LGT Private Banking, wo er zuletzt als Head of Portfolio Management für die europäischen Privat- und institutionellen Kunden verantwortlich zeichnete und den europäischen Anlageausschuss führte.

Dieser personelle Coup ist weitaus mehr als eine branchenübliche Stühlerückerei. Er ist ein starkes Signal der Konsolidierung bei HRK Lunis, die nach eigenen Angaben mittlerweile ein verwaltetes Vermögen von rund 9,1 Milliarden Euro betreut – wovon allein im laufenden Jahr knapp eine Milliarde Euro an frischen Kundengeldzuflüssen akquiriert werden konnte. Rund 120 Mitarbeiter betreuen ein anspruchsvolles Klientel, das von vermögenden Privatkunden und Unternehmerfamilien bis hin zu institutionellen Investoren wie Stiftungen, Verbänden und Pensionskassen reicht.

Die konsequente Professionalisierung der Anlagearchitektur

Mit der Verpflichtung von Backhaus zielt HRK Lunis primär auf eine stringente Bündelung der gruppenweiten Anlageexpertise ab. Der promovierte Bankbetriebswirt, der vor seiner Zeit bei der LGT bereits als Co-Investmentchef und Leiter des Multi-Asset-Portfoliomanagements bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser agierte, soll die übergreifende Portfolio-Governance sowie die Asset Allocation auf ein neues institutionelles Niveau heben. Seine akademische und praktische Expertise in der Konstruktion systematischer Anlageansätze soll dazu dienen, einheitliche und vor allem belastbare Investmentprozesse über alle Kundenportfolios hinweg zu etablieren.

Für den neuen Investmentchef steht dabei die Skalierbarkeit qualitativ hochwertiger Entscheidungen im Fokus. Backhaus selbst formuliert seinen strategischen Auftrag klar:

"Mein Ziel ist es, gemeinsam mit dem Team eine klare Investmentphilosophie, eine fundierte Asset Allocation und einen konsequent umgesetzten Investmentprozess mit individuellen Kundenlösungen zu verbinden. Dabei möchte ich auf der vorhandenen Expertise von HRK LUNIS aufbauen und das Investmentmanagement so weiterentwickeln, dass es das Wachstum der Gruppe und die persönliche Betreuung unserer Kunden gleichermaßen unterstützt."

Genau diese Symbiose aus institutioneller Prozessstrenge und hochgradig personalisierter Betreuung markiert den entscheidenden Wettbewerbsvorteil, mit dem unabhängige Vermögensverwalter zunehmend Marktanteile an sich reißen. Flankiert wird dieses Angebot bei HRK Lunis durch die Integration des hauseigenen Multi Family Office „Wertiq“, das sich auf die hochkomplexen Strukturierungsbedürfnisse von UHNWIs (Ultra-High-Net-Worth Individuals) spezialisiert hat.

Profiteure der strategischen Schwäche traditioneller Filialbanken

Dass Akteure wie HRK Lunis organisch derart rasant wachsen und in nur wenigen Monaten eine Milliarde Euro an Netto-Neugeldern anziehen, korreliert unmittelbar mit der strategischen Lähmung des klassischen Bankensektors. Während genossenschaftliche Regionalbanken und Sparkassen massiv damit beschäftigt sind, die ausufernden Immobilien- und Beteiligungsexzesse einzelner Regionalvorstände durch millionenschwere Stützungsfonds abzuwickeln, erodiert ihr Standing im lukrativen Private Banking zusehends.

Vermögende Unternehmer, Stiftungen und Familien suchen in einem volatilen Marktumfeld nach unaufgeregter, interessenkonfliktfreier und vor allem hochprofessioneller Vermögenssteuerung. Die Standardprodukte und hauseigenen Fondskonstruktionen der filialgestützten Altbanken, die allzu oft vom Vertriebsdruck der Verbundpartner diktiert werden, genügen den Rendite- und Risikostandards dieser anspruchsvollen Klientel längst nicht mehr. Unabhängige Player wie HRK Lunis stoßen genau in dieses Vakuum, indem sie institutionelles Know-how – personifiziert durch Neuzugänge wie Backhaus – mit einer agilen, kundennahen Struktur verbinden, die den schwerfälligen Regionalbanken schlichtweg fehlt.

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