N26 erweitert den Aufsichtsrat von sechs auf acht Personen. Vor dem Hintergrund einer internen Untersuchung wegen Bafin-Vorwürfen sollen die Krypto-Expertin Marieke Flament und der Banker Andreas Tuczka Ende Juni in das Kontrollgremium einziehen.

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N26
Die Berliner Neobank N26 steht vor einer weiteren personellen Umstrukturierung ihrer Aufsichtsstrukturen. Wie eine Unternehmenssprecherin auf Basis von Vorabberichten des „Manager Magazins“ und des „Handelsblatts“ offiziell bestätigte, soll das Kontrollgremium des Instituts auf der kommenden Hauptversammlung Ende Juni gezielt vergrößert werden. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder wird dabei von derzeit sechs auf künftig acht Personen anwachsen. Für die zwei neu geschaffenen Posten sind Marieke Flament und Andreas Tuczka nominiert.
Die personelle Aufstockung des Gremiums fällt in eine regulatorisch sensible Phase für die Smartphone-Bank. N26 sieht sich aktuell (wieder einmal) mit Vorwürfen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) konfrontiert.
Um die Sachlage und die im Raum stehenden Kritikpunkte vollumfänglich aufzuklären, hat das Institut inzwischen eine interne Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Erweiterung des Aufsichtsrats um zwei sehr erfahrene Köpfe aus unterschiedlichen Finanzbereichen kann in diesem Kontext auch als Signal gewertet werden, dass das Unternehmen seine internen Kontrollmechanismen und die Corporate Governance proaktiv stärken möchte.
Mit Marieke Flament soll eine ausgewiesene Kennerin der internationalen Fintech- und Krypto-Szene in den Aufsichtsrat einziehen. Ihre berufliche Laufbahn begann sie bei der globalen Reiseplattform Expedia, bevor sie sich dem stark wachsenden Markt für digitale Währungen zuwandte. So war Flament unter anderem maßgeblich am Aufbau des bekannten Stablecoin-Anbieters Circle beteiligt.
Aktuell engagiert sie sich zudem im Board von Qivalis. Bei dieser Initiative handelt es sich um ein Projekt zur Etablierung eines Euro-gebundenen Stablecoins. Stablecoins sind spezielle Kryptowährungen, deren Wertansatz zur Vermeidung der branchenüblichen starken Kursschwankungen fest an einen stabilen, traditionellen Vermögenswert wie den Euro oder den US-Dollar gekoppelt ist. Flaments technologischer Hintergrund dürfte dem Gremium wertvolle Impulse bei der Entwicklung neuer digitaler Finanzprodukte geben.
Einen strategischen Gegenpol zur technologischen Ausrichtung Flaments bildet der zweite Kandidat. Andreas Tuczka bringt profunde und langjährige Erfahrung aus der traditionellen Finanzwelt und dem Investmentbanking mit in den N26-Aufsichtsrat.
Seine Vita umfasst leitende Stationen bei namhaften internationalen Branchengrößen. Unter anderem arbeitete der Banker für die US-amerikanische Citigroup sowie das niederländische Institut ABN Amro. Darüber hinaus war Tuczka für die renommierte Private-Equity-Gesellschaft Lone Star tätig. Diese tiefe Verankerung in der klassischen Banken- und Investmentwelt soll das Profil des Gremiums abrunden und zusätzliche Expertise in regulatorischen sowie kapitalmarktspezifischen Fragestellungen gewährleisten. Beide designierten Mitglieder waren für eine persönliche Stellungnahme zu ihren künftigen Aufgaben im Vorfeld nicht zu erreichen.

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