Ex-Chase-Chef Kuba Fast übernimmt die Führung der Revolut Bank

Revolut beruft den ehemaligen Chase-UK-Chef Kuba Fast zum neuen CEO der Revolut Bank. Das Fintech führt zudem eine duale Hub-Struktur in Europa ein.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

9.7.26

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10:50

Uhr

Ex-Chase-Chef Kuba Fast übernimmt die Führung der Revolut Bank

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Revolut

Die Finanzplattform Revolut treibt ihre europäische Expansion mit einer prominenten Personalie und einer tiefgreifenden organisatorischen Neuausrichtung voran. Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt Kuba Fast die Position des Chief Executive Officer (CEO) bei der Revolut Bank UAB. Die Ernennung des erfahrenen Banking-Experten erfolgte nach der offiziellen aufsichtsrechtlichen Genehmigung durch die Europäische Zentralbank (EZB) sowie der Bank von Litauen. Fast gilt in der Branche als ausgewiesener Fachmann für das digitale Privatkundengeschäft und soll die Wachstumsstrategie auf dem europäischen Kontinent federführend leiten.  

Expertise von JP Morgan Chase für den europäischen Markt

Mit der Verpflichtung von Kuba Fast sichert sich das Fintech signifikante Management-Expertise. Zuletzt zeichnete Fast als CEO für den Aufbau und die strategische Weiterentwicklung von Chase UK verantwortlich – der digitalen Privatkundenbank des US-Finanzgiganten JP Morgan Chase im Vereinigtem Königreich. Vor seiner Station bei Chase bekleidete er verschiedene Führungsfunktionen bei der polnischen mBank und war als Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company aktiv. Er hält unter anderem einen MBA-Abschluss der Harvard Business School.  

In seiner neuen Rolle als CEO der Revolut Bank übernimmt er die Gesamtverantwortung für das gesamte Bankgeschäft im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Aus Branchensicht ist diese Personalentscheidung konsequent: Revolut befindet sich in einer Phase der Etablierung als vollwertiges Bankinstitut und benötigt für das regulatorisch anspruchsvolle europäische Terrain eine Führungspersönlichkeit, die das Zusammenspiel aus digitaler Skalierung und strikter Compliance bereits bei einer globalen Großbank demonstriert hat.  

Strategische Neuausrichtung: Die neue Dual-Hub-Struktur

Die Ernennung von Fast fällt zeitlich mit einer Neuausrichtung der europäischen Bankorganisation zusammen. Um den regulatorischen und marktseitigen Anforderungen im EWR besser gerecht zu werden, etabliert Revolut künftig eine duale Hub-Struktur. Während die lizenzierte Revolut Bank UAB in Litauen unter der direkten Leitung von Fast weiterhin als zentraler Bankstandort fungiert, baut das Fintech parallel einen neuen Banking-Hub in Frankreich auf. Dieser westeuropäische Ableger wird künftig von Béatrice Cossa-Dumurgier als CEO für Westeuropa gesteuert.  

Diese Dezentralisierung ermöglicht es Revolut, operatives Know-how in den Kernmärkten Westeuropas zu bündeln und gleichzeitig die aufsichtsrechtlichen Prozesse über länderspezifische Einheiten zu optimieren.

Der personelle Umbau erstreckt sich auch auf die übergeordnete Konzernebene. Joe Heneghan, der die Revolut Bank bislang als CEO geführt hat, übernimmt künftig die Leitung der Revolut Holdings Europe. In dieser Funktion wird Heneghan die europäische Holdinggesellschaft steuern und die übergeordnete strategische sowie regulatorische Koordination aller Aktivitäten im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum verantworten.  

Mit diesem dreistufigen Führungsmodell stellt sich Revolut strukturell neu auf, um den Wettbewerb mit den etablierten traditionellen Bankhäusern in Europa weiter zu verschärfen.  

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