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Bethmann HAL sichert sich früheren Berenberg-Standortleiter für das Wealth Management in Hannover

Bethmann HAL forciert das organische Wachstum in Niedersachsen. Mit Alireza Panah-Pouri wechselt der frühere Hannover-Chef von Berenberg als Direktor Wealth Management zum Institut. Wie die Privatbank im Fusionsprozess ihr regionales Profil schärft.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

29.10.26

um

12:53

Uhr

Bethmann HAL sichert sich früheren Berenberg-Standortleiter für das Wealth Management in Hannover

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Bethmann HAL

Mitten im integrationsintensiven Zusammenschluss von Bethmann Bank und Hauck Aufhäuser Lampe setzt das fusionierte Institut auf gezielte personelle Verstärkung im regionalen Private Banking. Zum 1. November 2026 übernimmt Alireza Panah-Pouri als Direktor Wealth Management die Betreuung und Akquisition vermögender Privatkunden, Unternehmerfamilien und Stiftungen am Standort Hannover. Mit der Personalie gelingt dem Institut ein relevanter Transfercoup im niedersächsischen Markt für anspruchsvolle Vermögensverwaltung: Der 44-Jährige wechselt von der Privatbank Berenberg, für die er den Standort Hannover über Jahre hinweg aufgebaut und geleitet hatte.

Für Bethmann HAL ist der Neuzugang durch die kürzlich vermeldeten Personalabgänge wichtig, um die neu geschaffene Wealth Management Einheit zu stützen und um die ausgerufenen Wachstumsambitionen aufleben zu lassen.

Lokale Verankerung als Schlüssel im umkämpften Mittelstandsmarkt

Im Geschäft mit hochvermögenden Kunden (HNWIs) und Familienunternehmen entscheidet neben der Produktplattform vor allem die personelle Kontinuität und das persönliche Vertrauensverhältnis. Panah-Pouri blickt auf eine mehr als 25-jährige Laufbahn in der Branche zurück. Vor seinem Engagement bei Berenberg, in dessen Rahmen er zeitweise auch den Standort Braunschweig führte, war der Bank- und Sparkassenbetriebswirt fast zwei Jahrzehnte für die Deutsche Bank im Private Banking und in der Portfolioberatung aktiv. Seine Ausbildung absolvierte er ursprünglich bei der Kreissparkasse Hannover.

Entsprechend tief ist Panah-Pouri im regionalen Wirtschaftsleben verwurzelt. Über Engagements im Börsenclub Hannover, bei den Unternehmerverbänden Niedersachsen sowie in Gremien der IHK Hannover verfügt er über direkten Zugang zum regionalen Mittelstand – einer Klientel, die insbesondere bei komplexen Nachfolgeregelungen, unternehmerischer Vermögensstrukturierung und Lombardfinanzierungen nach spezialisierter Beratung sucht.

Patric Wilhelm, Leiter der Region Nord bei Bethmann HAL, betont das Gewicht des Neuzugangs für die regionale Marktposition:

"Mit Alireza Panah-Pouri gewinnen wir einen sehr erfahrenen Private Banker und Wealth Manager für unser Team in Hannover. Er ist in der Stadtgesellschaft dort bestens vernetzt und genießt ein hohes Ansehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm."

Organisches Wachstum flankiert den Fusionsprozess

Der Wechsel fällt in eine strategisch entscheidende Phase des Instituts. Unter dem Dach der niederländischen Muttergesellschaft ABN AMRO werden die traditionsreiche Bethmann Bank und das zugekaufte Bankhaus Hauck Aufhäuser Lampe derzeit zu einem der größten Wealth-Management-Anbieter in Deutschland geformt. Zusammenschlüsse dieser Größenordnung bergen im Private Banking stets das Risiko von Kunden- und Beraterabflüssen an den Wettbewerb, da Kunden während IT-Migrationen und internen Neuausrichtungen empfindlich auf Unruhe reagieren. Mutmaßlich offen für den Wechsel dürfte Panah-Pouri auch deswegen gewesen sein, da Berenberg den Standort in Hannover im August geschlossen hat.

Dass Bethmann HAL in dieser Transformationsphase etablierte Leistungsträger von Wettbewerbern wie Berenberg abwirbt, signalisiert Handlungsfähigkeit im Neugeschäft. Panah-Pouri sieht in der Plattform einen strategischen Hebel für die Betreuung anspruchsvoller Vermögen:

"Vermögende Familien und Unternehmer erwarten eine Begleitung, die über Generationen trägt und zugleich auf breite Expertise zurückgreifen kann. Genau dafür steht Bethmann HAL mit einer starken Präsenz vor Ort und dem Zugang zu internationaler Kompetenz."

Gelingt es dem Institut, die lokale Präsenz erfahrener Berater mit der Kapitalkraft und den internationalen Ressourcen des vergrößerten Hauses zu verbinden, könnte sich der Zuwachs in Hannover als wichtiges Signal für die weitere Wachstumsdynamik in Norddeutschland erweisen.

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