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Vontobel markiert neues Rekordhoch bei Kundenvermögen dank starkem Privatkundengeschäft

Vontobel markiert per Ende September 2026 ein Allzeithoch bei den verwalteten Vermögen von 255,1 Milliarden Franken. Während das Privatkundengeschäft weltweit zulegt, dämpfen Sonderabflüsse im Asset Management das institutionelle Neugeld.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

Veröffentlicht am

29.10.26

um

12:55

Uhr

Vontobel markiert neues Rekordhoch bei Kundenvermögen dank starkem Privatkundengeschäft

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Vontobel

Die Zürcher Investment- und Privatbank Vontobel verwaltet so viel Kundenvermögen wie nie zuvor. Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 kletterten die Assets under Management (AuM) auf ein Allzeithoch von 255,1 Milliarden Schweizer Franken. Dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozent oder 14,4 Milliarden Franken gegenüber dem Jahresultimo 2025. Im Vergleich zur Jahresmitte legte das Volumen nochmals um ein Prozent zu. Getragen wurde der Zuwachs von einer Mischung aus anhaltendem Neugeldzufluss im Wealth Management, solider Marktentwicklung und günstigen Währungseffekten.

Privatkunden treiben Neugeld in allen Weltregionen

Im Kerngeschäft mit wohlhabenden Privatkunden (Private Clients) setzt Vontobel seinen Expansionskurs nahtlos fort. Die Sparte sammelte zwischen Januar und September Nettoneugelder in Höhe von 3,8 Milliarden Franken ein. Bemerkenswert ist dabei die geografische Breite: Die Bank erzielte nach eigenen Angaben in sämtlichen Marktregionen positive Nettozuflüsse. Der Ausbau der Beratungskapazitäten und die Fokussierung auf vermögende Privatkunden zahlen sich für das Traditionshaus damit operativ aus.

Sonderabflüsse dämpfen das institutionelle Neugeld

Ein deutlich ambivalenteres Bild zeigt sich im institutionellen Geschäft (Institutional Clients). Unbereinigt verbuchte der Bereich in den ersten neun Monaten Nettoabflüsse von 2,0 Milliarden Franken, was das konzernweite Nettoneugeld auf dem Papier auf 1,9 Milliarden Franken drückte.

Hinter diesem Rückgang stehen vor allem zwei strukturelle Sondereffekte. Zum einen hielten die Abflüsse aus den hauseigenen "Quality Growth"-Aktienstrategien an, die per Saldo 5,1 Milliarden Franken kosteten. Zum anderen schlug die angekündigte Übergabe des Fondsmanagementmandats für die Futura-Fonds an die genossenschaftliche Raiffeisen-Gruppe mit einem Minus von 1,6 Milliarden Franken zu Buche.

Klammert man diese portfoliospezifischen Faktoren aus, beliefen sich die bereinigten Neugeldzuflüsse bei den institutionellen Kunden auf 4,6 Milliarden Franken – primär beflügelt durch eine ungebrochen hohe Nachfrage nach festverzinslichen Rentenprodukten. Konzernweit summierte sich das bereinigte Nettoneugeld auf 8,4 Milliarden Franken.

Marktrückenwind stützt das Nominalvolumen

Den Löwenanteil des Wachstums auf die Rekordmarke von 255,1 Milliarden Franken steuerte neben dem Neugeld das Marktumfeld bei: Die positive Kursentwicklung an den globalen Wertpapiermärkten ließ die Portfolios um 8,7 Milliarden Franken anwachsen, hinzu kamen wechselkursbedingte Bewertungseffekte von 5,5 Milliarden Franken.

Angaben zur operativen Ertragskraft und zur Gewinnentwicklung machte Vontobel im Rahmen des traditionell schlanken Handelsupdates nicht. Die verbreiterte Vermögensbasis verschafft dem Zürcher Traditionshaus jedoch eine solide Einnahmengrundlage für die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren im Schlussquartal. Ob die Margen im Asset Management angesichts des Produktmixes in Richtung festverzinslicher Anlagen stabil blieben, wird erst der vollständige Jahresabschluss zeigen.

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