BayernLB steigert Halbjahresgewinn dank DKB – Ausblick bleibt dennoch verhalten

BayernLB steigert H1-Gewinn auf 779 Mio. Euro dank starker DKB-Zinserträge. Trotz Zuwachs bleibt die Landesbank bei ihrer vorsichtigen Jahresprognose.

Anja Amend

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20.8.26

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17:44

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BayernLB steigert Halbjahresgewinn dank DKB – Ausblick bleibt dennoch verhalten

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CEO Stephan Winkelmeier | Bayern LB

Die BayernLB blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück, bleibt mit Blick auf das Gesamtjahr jedoch auf der Hut. Wie die nach Bilanzsumme zweitgrößte deutsche Landesbank mitteilte, kletterte das Ergebnis vor Steuern in den ersten sechs Monaten auf 779 Millionen Euro (Vorjahr: 745 Millionen Euro). Unter dem Strich verbuchte das Institut einen Nettogewinn von 571 Millionen Euro nach 552 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Trotz des operativen Zuwachses hält das Institut an seiner zurückhaltenden Jahresprognose fest: Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die BayernLB weiterhin mit einem Vorsteuergewinn von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 1,38 Milliarden Euro entspricht.

"Wir haben dank unseres ausgewogenen, resilienten Geschäftsmodells und der Stärke unserer Tochter DKB im ersten Halbjahr ein solides Ergebnis erzielt", ordnet Vorstandschef Stephan Winkelmeier das Halbjahresergebnis ein.

DKB kompensiert Verlust des „Miles & More“-Geschäfts

Wesentlicher Wachstumsmotor des Konzerns war erneut die Berliner Direktbank-Tochter DKB. Das dynamische Kreditgeschäft der Retail-Tochter trieb den Zinsüberschuss des gesamten BayernLB-Konzerns kräftig von 1,26 Milliarden auf 1,49 Milliarden Euro nach oben. Allein die DKB steuerte mit 1,08 Milliarden Euro den Löwenanteil dazu bei – gut 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mit dieser Zinsdynamik konnte die Direktbank auch strukturelle Dämpfer abfedern: Den Verlust des lukrativen „Miles & More“-Kreditkartenportfolios, das die Lufthansa im Frühjahr an die Deutsche Bank übertragen hatte, machte die DKB vollständig wett. Trotz einer gestiegenen Zahl an Kreditausfällen im Geschäftskundensegment schraubte die Tochtergesellschaft ihren Vorsteuergewinn auf 662 Millionen Euro hoch (Vorjahr: 561 Millionen Euro).

Risikovorsorge leicht rückläufig – NPL-Quote bei 1,1 Prozent

Auf Konzernebene präsentierte sich die Risikolage der Landesbank weitgehend stabil. Die Risikovorsorge sank in den ersten sechs Monaten leicht von 100 Millionen auf 90 Millionen Euro.

Wie Finanzvorstand Andre Haag ausführte, liegt der Anteil notleidender Kredite (Non-Performing Loans / NPL-Quote) mit 1,1 Prozent nur marginal über dem Vorjahresniveau von 1,0 Prozent. Angesichts der unübersichtlichen konjunkturellen Rahmenbedingungen und möglicher Zinsänderungsrisiken im zweiten Halbjahr sieht der Vorstand jedoch vorerst keinen Anlass für eine Anhebung der Jahresziele.

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