Revolut lockt Neukunden in Deutschland mit 4,25 Prozent Zinsen und kooperiert mit der Deutschen Bank. Das Angebot ist jedoch an strikte Bedingungen geknüpft.

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Revolut
Die britisch-litauische Digitalbank Revolut intensiviert den Einlagenwettbewerb im deutschen Privatkundengeschäft spürbar. Ab sofort bietet das Fintech Neukunden in Deutschland einen Aktionszinssatz von 4,25 Prozent pro Jahr auf das Tagesgeld. Mit diesem Spitzenwert attackiert der Challenger etablierte Filial- und Direktbanken, flankiert das Angebot jedoch mit einem strukturellen Wechsel in der Verwahrung sowie engmaschigen Produktbedingungen.
Ein wesentliches Novum betrifft das Risikoprofil: Für die neu eröffneten Tagesgeldkonten greift erstmals die gesetzliche deutsche Einlagensicherung bis zur regulatorischen Obergrenze von 100.000 Euro pro Kunde. Ermöglicht wird dieser Schritt über eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank AG, bei der Revolut die Einlagen künftig treuhänderisch verwahrt. Bestehende Konten und Altbestände verbleiben hingegen unverändert bei der Revolut Bank UAB und unterliegen damit weiterhin der litauischen Einlagensicherung.
Hinter dem Spitzenzins stehen allerdings klare Hürden für Anleger. Der Satz von 4,25 Prozent gilt lediglich für einen Zeitraum von vier Monaten ab Kontoeröffnung und ist auf ein Anlagevolumen von maximal 25.000 Euro begrenzt. Die Gutschrift der Zinsen erfolgt revolut-typisch auf täglicher Basis.
Zudem knüpft die Digitalbank die Konditionen an aktive Nutzungsmuster. Um die Zusage nach den ersten 30 Tagen aufrechtzuerhalten, müssen Nutzer in jedem 30-Tage-Fenster mindestens drei Kartenzahlungen über jeweils mindestens 5 Euro nachweisen. Wird diese Hürde gerissen, fällt die Verzinsung vorzeitig auf den Standard-Zinssatz zurück. Teilnahmeberechtigt sind Neukunden, die sich nach dem 18. August 2026 registrieren und das Tagesgeldkonto innerhalb eines Monats eröffnen.
Nach dem Ende der viermonatigen Aktionsperiode sinkt das Zinsniveau deutlich ab und orientiert sich an der gebuchten Kontostufe. In den kostenfreien Tarifen "Standard" und "Plus" gewährt das Fintech künftig 2,25 Prozent Zinsen bis zu einem Betrag von 5.000 Euro; für darüber hinausgehende Einlagen fällt der Satz auf 1,25 Prozent.
In den kostenpflichtigen Kontomodellen "Metal" und "Ultra" beläuft sich der Standardzins nach der Sonderaktion auf 2,25 Prozent beziehungsweise 2,50 Prozent für Beträge von bis zu 100.000 Euro. Das Institut nutzt den Spitzenzins somit gezielt als Instrument zur Kundengewinnung und zur Forcierung kostenpflichtiger Abonnements im Markt.

Die Evangelische Bank (EB) startet ein eigenes Private Banking für vermögende Kunden. Mit über 800 Mio. Euro AuM will das Institut zur Hauptbank werden.