Die Evangelische Bank (EB) startet ein eigenes Private Banking für vermögende Kunden. Mit über 800 Mio. Euro AuM will das Institut zur Hauptbank werden.

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Evangelische Bank
Die Evangelische Bank (EB) forciert ihre Wachstumsstrategie im Privatkundengeschäft und rollt ab sofort ein eigenständiges Private-Banking-Angebot aus. Wie das genossenschaftliche Kircheninstitut mit einer Bilanzsumme von 8,83 Milliarden Euro mitteilte, soll das neue Betreuungskonzept als zentrale strategische Zukunftssäule etabliert werden. Die Bank zielt damit verstärkt auf Kunden mit komplexen Vermögensstrukturen ab und will sich im dynamischen Markt für gehobene Vermögensberatung profilieren.
Mit dem Schritt betritt das Institut kein Neuland, sondern professionalisiert ein bereits bestehendes Portfoliosegment: Aktuell betreut die EB nach eigenen Angaben bereits ein Volumen von mehr als 800 Millionen Euro im Private-Banking-Bereich.
„Mit unserem neuen Private Banking bieten wir unseren Kundinnen und Kunden einen echten Mehrwert, indem wir eine intensive persönliche Betreuung und die Werteorientierung der Evangelischen Bank mit einer hochqualifizierten und ganzheitlichen Vermögensberatung verbinden. Damit stärken wir gleichzeitig unsere Zukunftsfähigkeit in einem attraktiven Marktsegment“, erklärt Thomas Katzenmayer, Vorsitzender des Vorstands der EB.
Im Zentrum der neuen Einheit steht ein strukturierter Beratungsansatz, der intern als „MehrWert-Dialog“ tituliert wird. Dieser sieht ein jährliches Strategiegespräch vor, in dem neben den reinen Vermögenskennzahlen auch persönliche Zielsetzungen und familiäre Rahmenbedingungen evaluiert werden.
"Dabei werden neben der Vermögenssituation auch persönliche Lebensziele, familiäre Rahmenbedingungen und individuelle Zukunftspläne berücksichtigt“, betont Bernd Rullmann, Direktor Private Kunden. „Auf dieser Grundlage entwickelt die Bank dann gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden maßgeschneiderte Strategien für Vermögensaufbau, -sicherung und -übertragung."
Das Leistungsspektrum der neuen Sparte reicht von der Portfolioanalyse und der Bereitstellung nachhaltiger Anlagelösungen über die langfristige Vermögens- und Nachfolgeplanung bis hin zur Begleitung von Zustiftungen. Flankiert wird das Angebot durch exklusive Servicekomponenten wie VIP-Routing, feste Direktdurchwahlen zu den Beratern sowie Concierge-Dienstleistungen.
Hinter der Aufwertung des Segments steht ein klares absatzwirtschaftliches Kalkül: Die EB will vermögende Kunden, die ihre Gelder häufig auf mehrere Institute verteilen, enger an sich binden und sich als primäre Hauptbank etablieren.
Um die Exklusivität auch nach außen sichtbar zu machen, begleitet das Institut den Start mit einem eigenständigen visuellen Markenauftritt. Durch die Kombination aus werteorientierter Ausrichtung – orientiert an den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) – und spezialisiertem Wealth-Management-Know-how will sich die Kasseler Bank in einem zunehmend umkämpften Private-Banking-Markt differenzieren.

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