DJE integriert Robo-Advisor Solidvest in die Kernmarke

Die DJE Kapital AG stellt den Robo-Advisor Solidvest als eigenständige Markeneinheit ein und integriert ihn als „DJE Vermögen (digital)“. Alle Details zu neuen Managern, Verträgen und gesunkenen Gebühren.

Anja Amend

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Anja Amend

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28.5.26

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14:10

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DJE integriert Robo-Advisor Solidvest in die Kernmarke

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Der Vermögensverwalter DJE Kapital AG strukturiert sein digitales Angebot um und nimmt Abschied von der eigenständigen Marke Solidvest. Wie das Unternehmen in einem aktuellen Kundenschreiben mitteilte, wird der am 01. Mai 2017 gestartete Robo-Advisor nun vollständig in die Vermögensverwaltung des Mutterkonzerns integriert. Künftig wird das digitale Anlageangebot unter dem neuen Namen „DJE Vermögen (digital)“ fortgeführt.

Was Bestandskunden jetzt wissen müssen

Für die bisherigen Nutzer der Plattform bringt das Rebranding einige personelle und preisliche Anpassungen mit sich, während das fundamentale Setup unangetastet bleibt. Bestehende Depots, Verträge und die bisher gewählten Anlagestrategien laufen ohne Änderungen weiter, sodass Kunden hier nicht aktiv werden müssen.

Auf der Managementebene gibt es jedoch eine Neuerung. Künftig übernehmen Moritz Rehmann und Jan Ehrhardt gemeinsam die Verantwortung für die Anlageentscheidungen und das Portfoliomanagement. Finanziell profitieren die Nutzer von der Umstrukturierung, da sich die Transaktionskostenpauschale der verwaltenden Baader Bank im Zuge der Umstellung auf 0,135 Prozent pro Jahr reduziert. Zudem hat DJE angekündigt, die Auswahl an Anlagestrategien im Laufe des Jahres weiter auszubauen, wobei genaue Details zu den neuen Optionen derzeit noch ausstehen.

Handverlesene Einzeltitel statt ETFs

Solidvest hob sich seit seiner Gründung vor neun Jahren durch eine Besonderheit deutlich von den meisten klassischen Robo-Advisorn ab. Die Plattform verzichtete vollständig auf den Einsatz von ETFs oder klassischen Investmentfonds und setzte stattdessen auf direkte Investments.

Das Portfolio der Kunden bestand aus rund 70 handverlesenen Einzeltiteln. Für die Titelauswahl griff das Unternehmen auf die Expertise von 16 hauseigenen Analysten zurück, die aus einem Anlageuniversum von etwa 1.000 Wertpapieren selektierten. Die Kunden konnten ab einer Mindestanlage von 10.000 Euro aus fünf verschiedenen Risikoprofilen wählen. Die Bandbreite dieser Strategien reichte von 100 Prozent Anleihen bis hin zu 100 Prozent Aktien.

Kennzahlen und Gebührenstruktur

Der individuelle Ansatz spiegelte sich auch in der Kundenstruktur wider. Zuletzt vertrauten über 3.000 Kunden der Plattform insgesamt rund 280 Millionen Euro an. Das durchschnittliche Anlagevolumen lag bei beachtlichen 90.000 Euro pro Kunde.

Die grundsätzliche Gebührenstruktur der Vermögensverwaltung, abseits der nun gesenkten Transaktionskostenpauschale, ist klar geregelt. Für ein Anlagevolumen bis 500.000 Euro fällt eine Gebühr von 0,9 Prozent pro Jahr inklusive Mehrwertsteuer an. Ab einer Summe von einer halben Million Euro sinken die Kosten gestaffelt bis auf 0,6 Prozent pro Jahr. Zusätzlich wird eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 10 Prozent auf den erzielten Nettoertrag fällig.

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