Die Zurich Gruppe prüft erneut den Verkauf ihres deutschen Lebensversicherungsportfolios. Nach dem geplatzten Deal mit Viridium 2024 sucht der Versicherer neue Käufer – trotz starker Geschäftszahlen.

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Zurich Deutschland | Fischer Fotografie
Fast zwei Jahre nach dem geplatzten Verkauf ihres Lebensversicherungsbestands an den Run-off-Spezialisten Viridium startet die Zurich Gruppe einen neuen Versuch, ihr deutsches Leben-Geschäft zu veräußern. Das bestätigte Finanzchefin Claudia Cordioli im Gespräch mit Bloomberg.
Cordioli erklärte, der Verkauf des deutschen Lebensversicherungsportfolios bleibe Teil der strategischen Planung. Man prüfe derzeit verschiedene Optionen und befinde sich mit mehreren potenziellen Käufern in Gesprächen. Namen nannte sie nicht. Ob Viridium, das im Frühjahr 2025 von einem Allianz-geführten Konsortium übernommen wurde, erneut als möglicher Erwerber infrage kommt, ließ die Zurich offen.
Der ursprüngliche Deal war 2024 geplatzt, nachdem die Finanzaufsicht BaFin Bedenken gegenüber der damaligen Eigentümerstruktur von Viridium geäußert hatte. Rund 700.000 Policen sollten damals den Besitzer wechseln – eines der größten Run-off-Geschäfte im deutschen Markt.
Parallel zu den Verkaufsplänen verzeichnet die Zurich Gruppe weiter starke operative Ergebnisse. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 stiegen die Bruttoprämien im Lebensversicherungsgeschäft auf 26,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von elf Prozent. Das Neugeschäft legte um 16 Prozent zu, in Europa sogar um 41 Prozent.
Cordioli sprach von „hervorragenden Ergebnissen“ im Privatkundengeschäft und betonte, die Dynamik in allen Geschäftsbereichen sei weiterhin robust. Trotz der soliden Performance bleibe der Verkauf des deutschen Lebensversicherungsbestands ein strategisches Ziel, um Kapital zu bündeln und das Portfolio auf margenstärkere Sparten auszurichten.

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