Mitarbeiter der Commerzbank und ComTS streiken heute bundesweit, besonders im Osten. Verdi fordert 12,5% mehr Gehalt, mindestens 500 Euro monatlich, 250 Euro mehr für Nachwuchskräfte und kürzere Arbeitszeiten. Die Verhandlungen werden am 17. Juni fortgesetzt.

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Nach den Arbeitsniederlegungen in Hamburg findet der Schwerpunkt der heutigen Warnstreiks bei der Commerzbank im Osten Deutschlands statt, betrifft aber auch andere Bundesländer. Die erste Tarifrunde in der vergangenen Woche blieb ergebnislos.
Am heutigen Freitag sind die Mitarbeiter der Commerzbank in Thüringen und Leipzig sowie der Tochter ComTS in Erfurt, Magdeburg und Halle zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Auch Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern beteiligen sich.
Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von 12,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro pro Monat, sowie eine Erhöhung der monatlichen Vergütungen für Nachwuchskräfte um 250 Euro. "Wir wollen den entstandenen Reallohnverlust für alle Beschäftigten ausgleichen", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Zusätzlich strebt die Gewerkschaft eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit an.
Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen zu Beginn der Tarifrunde am 6. Juni als "deutlich zu hoch" ab. Die Verhandlungen werden am 17. Juni in Berlin fortgesetzt, ein weiterer Termin ist für den 3. Juli in Frankfurt angesetzt.

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