Volker Alt wird ab 2027 neues geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim DSGV

Der Gesamtvorstand des DSGV wählt Volker Alt einstimmig zum neuen geschäftsführenden Vorstandsmitglied. Er folgt ab 2027 auf Dr. Joachim Schmalzl.

Harry Dörsam

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Veröffentlicht am

24.7.26

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9:34

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Volker Alt wird ab 2027 neues geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim DSGV

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Helge Krückeberg

Einstimmiges Votum für eine zentrale Führungsposition an der Spitze der Sparkassen-Finanzgruppe: Volker Alt, aktuell Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, wird neues Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) in Berlin. Der Gesamtvorstand wählte den Top-Manager heute in das neue Amt. Alt tritt seine Funktion voraussichtlich Anfang 2027 an und wird das Dezernat für Geschäfts- und Digitalisierungsstrategie zunächst gemeinsam mit dem aktuellen Amtsinhaber Dr. Joachim Schmalzl führen. Schmalzl wird den Verband auf eigenen Wunsch Ende Juni 2027 verlassen.

Breiter Rückhalt für den Strategen aus den eigenen Reihen

Mit der Wahl von Volker Alt setzt der Verband auf einen tief vernetzten Kenner des öffentlich-rechtlichen Bankensektors. Alt leitete die Sparkasse Hannover seit 2019 und verantwortete zuvor wesentliche Einheiten bei der Berliner Sparkasse sowie der Landesbank Berlin AG. Neben seinen operativen Führungsaufgaben auf Institutsebene war der promovierte Jurist über Jahre hinweg an zentralen Schaltstellen der Gruppe aktiv – unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender der S Rating- und Risikosysteme GmbH, als Vorsitzender des Fachrates Banksteuerung sowie als Mitglied des Aufsichtsrates beim IT-Dienstleister Finanz Informatik.

DSGV-Präsident Ulrich Reuter lobte die Personalentscheidung und verwies auf die langjährige Expertise des künftigen Vorstandsmitglieds:

"Ich freue mich außerordentlich, dass wir mit Volker Alt einen ausgewiesenen Experten aus der Sparkassen-Finanzgruppe gewinnen konnten. Volker Alt kennt das Geschäftsmodell der Sparkassen sowie die Herausforderungen des Marktes und weiß sehr genau, wie man eine Sparkasse erfolgreich führt. Nicht nur in Hannover, sondern auch zuvor in Berlin hat er das eindrucksvoll bewiesen. Zudem hat Alt über viele Jahre hinweg an entscheidenden Stellen unserer Gruppe gewirkt."

Juristische Wurzeln und jahrzehntelange Führungserfahrung

Der gebürtige Schwabe begann seine berufliche Laufbahn nach dem Jurastudium in einer internationalen Anwaltskanzlei in Berlin. 2004 wechselte er als Bereichsleiter zur damaligen Landesbank Berlin AG, wo er 2013 zum Generalbevollmächtigten aufstieg. Von 2014 bis 2019 gehörte Alt dem Vorstand der Berliner Sparkasse an, bevor er die Leitung der Sparkasse Hannover übernahm.

Volker Alt betonte mit Blick auf seine künftige Aufgabe die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Institute:

"Ich bin dankbar für das Vertrauen des Gesamtvorstandes und freue mich auf meine neuen Aufgaben im Dienst der Sparkassen und ihrer Kundinnen und Kunden. In dieser Funktion werde ich mit aller Kraft dafür arbeiten, dass die Sparkassen auch in Zukunft mit zufriedenen Kunden und wirtschaftlich stark Marktführer in ihren Geschäftsgebieten sind."

Reibungsloser Übergang in einer entscheidenden Phase

Die Entscheidung für eine mehrmonatige Übergangsphase an der Verbandsspitze ist strategisch nachvollziehbar. Das Dezernat für Geschäfts- und Digitalisierungsstrategie bildet die Herzkammer für die Transformation der mehr als 300 selbstständigen Sparkassen. Projekte wie die stetige Weiterentwicklung der Kerndatenbanken, die Integration moderner Banking-Tools und die Abwehr agiler Fintech-Konkurrenz erfordern Kontinuität an den Steuerungsorganen.

Dennoch steht Volker Alt vor einer spürbaren Herausforderung. Seine Aufgabe wird es sein, die dezentrale Struktur der Sparkassen mit den Anforderungen einer einheitlichen, effizienten Digitalstrategie zu vereinen. Dass er durch seine bisherigen Mandate bei der Finanz Informatik und in den zentralen Steuerungsgremien sowohl die IT-Seite als auch den operativen Vertriebsalltag aus eigener Anschauung kennt, gibt ihm zwar einen klaren Startvorteil. Der eigentliche Gradmesser wird jedoch sein, wie schnell es ihm gelingt, notwendige Innovationen im Verband ohne Reibungsverluste durchzusetzen.

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