Die Deutsche Pfandbriefbank (Pbb) zweifelt wegen steigender Risiken zunehmend am US-Geschäft. Vorstandschef Kay Wolf kündigt an, vorerst kein neues Geschäft in den USA abzuschließen und die bestehenden Engagements zu prüfen.

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Die Deutsche Pfandbriefbank (Pbb) scheint in puncto USA nun doch kalte Füße zu bekommen: Nachdem man zuletzt von massiven Kreditausfällen auf dem US-Markt getroffen wurde, stellt Vorstandschef Kay Wolf das komplette US-Engagement des Instituts offen zur Debatte. Neues Geschäft in den USA wird jedenfalls bis auf Weiteres nicht mehr gezeichnet, wie Wolf bei der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen erklärte.
Wolf betonte deutlich, dass „eine notwendige Voraussetzung für unsere Geschäftsaktivität […] Beständigkeit von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen“ sei. Beides sei in den USA momentan nicht gegeben. Diese Einschätzung kommt nicht völlig überraschend, schließlich machten Immobilienkredite in den USA zuletzt gut zwölf Prozent des Gesamtportfolios der Bank aus – und fast die Hälfte der faulen Kredite in Höhe von 1,7 Mrd. Euro entfielen auf US-Immobilien.
Das noch laufende Kreditvolumen von 3,3 Milliarden Euro steht nun auf dem Prüfstand. Alle Optionen würden „ergebnisoffen abgewogen“. Selbst der geplante Aktienrückkauf über 15 Millionen Euro werde vor diesem Hintergrund erneut überprüft.
Operativ kämpft die Bank weiterhin mit Herausforderungen: Der Gewinn vor Steuern sank im ersten Quartal trotz deutlich geringerer Risikovorsorge auf 28 Mio. Euro – im Vorjahr waren es noch 34 Mio. Euro. Zwar stieg das Neugeschäft leicht auf 1,1 Milliarden Euro, doch angesichts der Entwicklungen in den USA stellt sich die Frage, ob die Bank nicht besser früher hätte handeln sollen. So oder so: Der Druck auf die Führungsetage wächst.

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