UniCredit investiert in das Frankfurter Fintech VC Trade. Die Großbank sichert sich eine Option auf Anteilsausbau und forciert die Expansion im Schuldschein- und Konsortialkreditmarkt.

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Unicredit
Die italienische Großbank UniCredit baut ihre Präsenz im deutschen Finanzsektor weiter aus: Das Geldhaus aus Mailand gab am Dienstag eine strategische Beteiligung an der Frankfurter Fintech-Plattform VC Trade bekannt. Finanzielle Einzelheiten zur Transaktion wurden von den beteiligten Parteien nicht offengelegt.
Das 2016 gegründete Finanz-Start-up VC Trade betreibt einen etablierten, digitalen Marktplatz für die Strukturierung, Platzierung und Abwicklung von Konsortialkrediten sowie Schuldscheindarlehen. Mit dem Einstieg von UniCredit soll vor allem die internationale Expansion der Plattform vorangetrieben werden. Neben der aktuellen Beteiligung hat sich das italienische Institut eine vertragliche Option gesichert, seinen Anteil an dem Frankfurter Unternehmen perspektivisch weiter auszubauen.
Der Einstieg bei dem Spezialisten für digitale Unternehmensfinanzierung erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Übernahmeverhandlungen zwischen UniCredit und der Commerzbank. Nachdem der Bund, der rund 13 Prozent der Anteile an der Frankfurter Großbank hält, seine anfängliche Blockadehaltung gegenüber dem Zusammenschluss aufgegeben hatte, befindet sich der Fusionsprozess in einer entscheidenden Phase. UniCredit hat sich bereits Zugriff auf knapp die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert.
Die Beteiligung an VC Trade unterstreicht die Absicht der Italiener, ihre digitale Infrastruktur im lukrativen Mittelstands- und Unternehmenskundengeschäft auf dem deutschen Kernmarkt gezielt weiter zu verdichten.

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