Die Landwirtschaftliche Rentenbank steigert ihr Programmkreditgeschäft im ersten Halbjahr 2026 um 51,4 Prozent. Treiber sind Windkraft und Agrar-Investitionen.

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Das Fördergeschäft der Landwirtschaftlichen Rentenbank verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Wachstum. Wie das Förderinstitut mitteilte, kletterte das Neugeschäft insgesamt auf 5,8 Milliarden Euro nach 5,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber dieser Entwicklung war das Geschäft mit Programmkrediten, das um 51,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zulegte (1. Hj. 2025: 2,8 Milliarden Euro). Die Entwicklung verdeutlicht den anhaltenden Transformations- und Investitionsbedarf in der Agrarwirtschaft sowie im Sektor der Erneuerbaren Energien.
"Das historisch starke Halbjahresergebnis im Fördergeschäft ist ein Beleg dafür, dass wir als Rentenbank mit unserem Förderportfolio stetig und schnell auf die jeweiligen Herausforderungen reagieren. Seit 2022 haben wir einen umfassenden internen Transformationsprozess angestoßen, der unsere Bank strategisch neu ausrichtet und zukunftsfähig macht. Unsere Geschäftsstrategie nimmt die Bedarfe unserer Kundengruppen fest in den Blick, indem wir innovative und effiziente Produkte an den Markt bringen. Unseren Weg werden wir konsequent fortsetzen, um als starke und verlässliche Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum weiter wirksam zu sein", kommentiert Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die Halbjahreszahlen.
Innerhalb der Kundengruppen verzeichneten fast alle Bereiche Zuwächse. In der Kernsparte "Primärproduktion" stieg das Neugeschäft um 11,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro (1. Hj. 2025: 989,5 Millionen Euro). Verantwortlich hierfür waren unter anderem erhöhte Investitionen in den Bereich der Stallbauten für Rinder, Geflügel und Schweine. Die Sparte "Agrarnahe Unternehmen" verzeichnete ebenfalls ein Plus von 32,5 Prozent auf 586,5 Millionen Euro.
Den stärksten relativen und absoluten Zuwachs verbuchte jedoch das Geschäftsfeld "Erneuerbare Energien". Das Volumen in diesem Segment verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als deutlich von 636,6 Millionen Euro auf rund 1,6 Milliarden Euro. Maßgeblich für diesen Schub war vor allem die Finanzierung von Windkraftanlagen.
Auf der Passivseite nutzte die Rentenbank die günstigen Kapitalmarktbedingungen im ersten Halbjahr 2026 intensiver aus als im Vorjahr. Zur Refinanzierung wurden mittel- und langfristige Instrumente im Volumen von 8,0 Milliarden Euro begeben (1. Hj. 2025: 6,5 Milliarden Euro). Damit hat das Institut bereits rund drei Viertel des für das Gesamtjahr avisierten Emissionsvolumens von 11,0 Milliarden Euro abgedeckt – laut Angaben der Bank zu deutlich besseren Spreads als ursprünglich geplant.
Wichtigste Emissionswährung blieb der Euro mit einem Anteil von 36 Prozent (1. Hj. 2025: 48 Prozent), gefolgt vom US-Dollar mit 26 Prozent (1. Hj. 2025: 27 Prozent). Der Großteil der Papiere wurde bei internationalen Kapitalgebern platziert: 85 Prozent der Emissionen gingen an ausländische Investoren. Auf Seiten der Abnehmer dominierten Geschäftsbanken mit 58 Prozent (1. Hj. 2025: 50 Prozent) und Zentralbanken mit 27 Prozent (1. Hj. 2025: 30 Prozent) das Geschehen.
Neben dem klassischen Förderkreditgeschäft verzahnt die Rentenbank ihre Aktivitäten zunehmend mit der Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) werden agrarnahe Start-ups in der Frühphase über Nachrangdarlehen sowie Innovationsgutscheine aus dem Zweckvermögen des Bundes unterstützt.
Zusätzlich tritt das Förderinstitut als Investor in Venture-Capital-Fonds auf. Hierfür steht der Bank ein Rahmenbudget von insgesamt 230 Millionen Euro zur Verfügung. Über das Gründerprogramm "Growth Alliance" – eine Gemeinschaftsinitiative der Rentenbank, des BMLEH und des Frankfurter TechQuartiers – sollen Start-ups von der Geschäftsidee bis zur Skalierung im Accelerator-Umfeld begleitet werden.

FNZ verkauft ihre deutsche Banktochter sowie das Deutsche Haftungsdach an Advent und HarbourVest. Der Tech-Konzern schärft damit sein Profil.