N26 integriert die Bezahl-App Wero in Deutschland und Frankreich. Die Neobank erweitert damit ihr Angebot für grenzüberschreitende Echtzeitzahlungen.

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Die Neobank N26 schließt sich der European Payments Initiative (EPI) an und integriert die digitale Bezahl-Lösung Wero ab sofort direkt in die eigene Banking-App. Wie das Berliner Fintech mitteilte, steht die Funktion Kundinnen und Kunden in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich zur Verfügung. Damit brechen die europäischen Banken und Zahlungsdienstleister hinter EPI zunehmend in das Segment der rein digitalen Herausforderer-Banken vor.
Mit der nativen Einbindung von Wero können N26-Nutzer Geldtransfers in Sekundenschnelle und ohne die Eingabe einer IBAN abwickeln. Für die Identifikation der Empfänger genügen wie gewohnt eine Mobilfunknummer oder eine E-Mail-Adresse. Die Abwicklung erfolgt auf Basis der SEPA-Instant-Payment-Infrastruktur, wodurch Beträge rund um die Uhr in unter zehn Sekunden auf dem Zielkonto gutgeschrieben werden.
Für N26 markiert die Wero-Anbindung eine strategische Weiterentwicklung der eigenen Produktpalette. Das Institut bot seinen Kunden zwar seit der Gründung kostenlose Peer-to-Peer-Echtzeitüberweisungen ohne IBAN an, diese waren bislang jedoch auf Transaktionen innerhalb der eigenen Nutzerbasis beschränkt. Durch die Einbindung des Wero-Standards öffnet die Direktbank dieses Prinzip nun für externe Bankverbindungen in ganz Europa.
"Echtzeitüberweisungen ohne IBAN sind seit unseren Anfängen ein Kernfeature von N26. Mit Wero weiten wir dieses nahtlose Nutzererlebnis auf ein größeres europäisches Banken-Ökosystem aus und machen die Einfachheit, die N26-Kund:innen bereits kennen, noch mehr Menschen zugänglich", lässt sich Daniel Lappas, Chief Product and Business Officer bei N26, zitieren.
Die Integration von Wero direkt in den regulären Überweisungsprozess der N26-App ermöglicht den Nutzern den Zugriff auf einen einheitlichen europäischen Zahlungsstandard – ohne dass eine zusätzliche Wero-App installiert oder separate Registrierungsdaten hinterlegt werden müssen. Nach dem Start in Deutschland und Frankreich plant N26, die Verfügbarkeit von Wero schrittweise auf weitere europäische Märkte auszuweiten.
Für die European Payments Initiative bedeutet der Beitritt der Berliner Neobank einen wichtigen Etappensieg im Wettbewerb mit etablierten US-Zahlungsdiensten und Big-Tech-Konzernen. Indem Wero nicht mehr nur über die traditionellen Filial- und Direktbanken, sondern auch über reichweitenstarke Smartphone-Banken distribuiert wird, gewinnt das Netzwerk signifikante Nutzerbasis im mobilen Privatkundensegment hinzu.

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