Hypoport steigert EBIT im ersten Halbjahr 2026 um 20 Prozent

Hypoport stieg im H1 2026 beim Rohertrag auf 138 Mio. Euro und steigerte das EBIT um 20 Prozent auf 19,3 Mio. Euro. Prognose bestätigt.

Harry Dörsam

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Veröffentlicht am

10.8.26

um

14:53

Uhr

Hypoport steigert EBIT im ersten Halbjahr 2026 um 20 Prozent

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Hypoport SE

Der Finanzdienstleister Hypoport blickt auf ein profitables erstes Halbjahr 2026 zurück. Wie das Berliner Unternehmen mitteilte, kletterte der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 138 Millionen Euro. Beim Betriebsergebnis (EBIT) verzeichnete der Konzern ein überproportionales Plus von 20 Prozent auf 19,3 Millionen Euro (H1 2025: 16,1 Millionen Euro). Die EBIT-Marge bezogen auf den Rohertrag verbesserte sich entsprechend von 12 Prozent auf 14 Prozent. Sämtliche drei Konzernsegmente trugen zu diesem Wachstum bei.  

"Wir haben für unsere Geschäftsmodelle zur Immobilien- und Unternehmensfinanzierung nach dem Zinssprung im März und dem damit verbundenen äußerst erfolgreichen Q1 die erwartbare Entschleunigung im zweiten Quartal 2026 erlebt, sodass sich insgesamt ein solides Halbjahresergebnis 2026 erwirtschaften ließ", ordnet Ronald Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport SE, den Geschäftsverlauf ein.  

Real Estate & Mortgage Platforms behauptet sich auf hohem Niveau

Im umsatzstärksten Segment Real Estate & Mortgage Platforms hielt sich das Baufinanzierungsvolumen der privaten Immobilienfinanzierung und damit der Rohertrag auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Kräftigen Rückenwind verzeichnete hingegen die Bewertungsplattform VALUE, deren Roherträge deutlich zulegten. In Summe stieg der Segmentrohertrag um 4 Prozent auf 85 Millionen Euro, während das Segment-EBIT um 4 Prozent auf 24 Millionen Euro anzog.  

Das Segment Financing Platforms verzeichnete ebenfalls ein operatives Plus. Wachstumsimpulse kamen vor allem aus der Wohnungswirtschaft – getrieben durch die ERP-Lösung WOWIPORT – sowie aus der Unternehmensfinanzierung. Demgegenüber stand ein verhalteneres Ratenkreditgeschäft, das unter einer restriktiveren Kreditvergabe der Partnerbanken litt. Der Segmentrohertrag stieg insgesamt um 5 Prozent auf 34 Millionen Euro, während das EBIT, ausgehend von einem schwachen Vergleichswert im Vorjahr, um 35 Prozent auf 2,4 Millionen Euro zulegte.  

Im Segment Insurance Platforms lag der Rohertrag im ersten Halbjahr 2026 bei 17 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 10 Prozent entspricht. Maßgeblicher Treiber war hier das skalierende Plattformgeschäft, wodurch das Segment ein positives EBIT verzeichnete.  

Vorstand bestätigt Jahresprognose trotz makroökonomischer Unsicherheiten

Trotz der weltwirtschaftlichen Volatilität hält der Hypoport-Vorstand an seinen Zielen für das Gesamtjahr 2026 fest. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Rohertrag von mindestens 280 Millionen Euro sowie einem Konzern-EBIT in einer Spanne von 40 bis 55 Millionen Euro.  

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte betont CEO Ronald Slabke die Widerstandsfähigkeit der Gruppe:

"Die geopolitischen Spannungen des ersten Halbjahres könnten bei einer Fortsetzung das Marktumfeld im zweiten Halbjahr noch negativ beeinflussen, jedoch werden wir, wie schon im ersten Halbjahr, Marktanteile gewinnen und durch das Wachstum der letzten noch verlustreichen Gesellschaften positive Impulse für das Konzern-EBIT erzielen. Zudem wird aufgrund der starken Saisonalität von wesentlichen Geschäftsmodellen das Q4, wie in den vergangenen Jahren, wieder einen hohen EBIT-Beitrag zum Gesamtjahresergebnis beisteuern, sodass wir unsere Prognose von mindestens 280 Mio. € Rohertrag und 40-55 Mio. € EBIT bestätigen."  

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