Klarna steigert den Quartalsumsatz auf 1 Milliarde US-Dollar und erzielt einen bereinigten operativen Gewinn von 68 Millionen US-Dollar. Starke Zuwächse im US-Markt sowie neue Partnerschaften mit Lufthansa und Stripe prägen das Rekordquartal 2026.

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Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna hat das erste Quartal 2026 mit einem historischen Meilenstein abgeschlossen. Erstmals knackte das Unternehmen in einem Auftaktquartal die Umsatzmarke von einer Milliarde US-Dollar, was einem Zuwachs von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch deutlicher fiel die Steigerung beim bereinigten operativen Ergebnis aus, das von lediglich 3 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf nun 68 Millionen US-Dollar kletterte. Diese Zahlen unterstreichen den erfolgreichen Wandel vom reinen „Buy Now, Pay Later“-Anbieter hin zu einer global agierenden Digitalbank, die zunehmend profitabel skaliert.
Das gesamte Transaktionsvolumen (GMV) stieg im Berichtszeitraum um 33 Prozent auf 33,7 Milliarden US-Dollar. Besonders dynamisch präsentierte sich dabei der US-Markt mit einem Wachstum von 39 Prozent, womit die Vereinigten Staaten ihre Rolle als wichtigster Wachstumsmotor für das Unternehmen festigen. Parallel dazu konnte Klarna die Zahl seiner aktiven Nutzer auf weltweit 119 Millionen steigern. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist die zunehmende Bindung der Kunden an das Ökosystem. Während ein durchschnittlicher Neukunde aus dem Jahr 2022 im ersten Jahr rund 12 US-Dollar Umsatz generierte, liegt dieser Wert für dieselbe Gruppe heute bereits bei 52 US-Dollar.
Klarna profitiert massiv von der Ausweitung seines Händlernetzwerks, das mittlerweile über eine Million Partner umfasst – ein Anstieg von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durch strategische Standard-Integrationen bei großen Zahlungsdienstleistern wie Stripe und Nexi wird Klarna automatisch als Bezahloption neben klassischen Kreditkarten platziert. Neue Kooperationen mit Schwergewichten wie der Lufthansa, Qatar Airways und Aven Hospitality zeigen zudem, dass der Dienstleister verstärkt im margenstarken Reisesektor Fuß fasst. Aber auch in Nischen wie dem Gaming-Bereich mit Mindfactory oder bei Autoteilen über B-Parts baut Klarna seine Präsenz konsequent aus.
Das Produktportfolio hat sich dabei deutlich diversifiziert. Neben dem klassischen Rechnungskauf gewinnen neue Angebote wie die Klarna Card mit inzwischen fünf Millionen aktiven Nutzern in 16 Ländern an Bedeutung. Besonders stark wuchs das Segment der Festzinsprodukte für größere Anschaffungen, das sogenannte Fair Financing, dessen Volumen um 138 Prozent zulegte. Mit der Einführung von Peer-to-Peer-Zahlungen in 13 europäischen Märkten zu Beginn des Jahres besetzt Klarna zudem immer mehr Funktionen einer klassischen Hausbank und vertieft so die tägliche Interaktion mit den Endverbrauchern.
Hinter den Wachstumsschlüsseln steht eine drastische Steigerung der operativen Effizienz. Der Umsatz pro Mitarbeiter erreichte im ersten Quartal fast 1,4 Millionen US-Dollar, was dem Vierfachen des Niveaus von 2022 entspricht. CEO Sebastian Siemiatkowski führt diesen Erfolg auf eine strikte Kostendisziplin und die konsequente Nutzung technologischer Skaleneffekte zurück. Trotz des rasanten Wachstums blieben die Rückstellungen für Kreditverluste mit 0,55 Prozent des Transaktionsvolumens nahezu stabil. Klarna nutzt dabei seine über 20-jährige Erfahrung in der Datenanalyse, um jede Transaktion in Echtzeit neu zu bewerten.
Um das weitere Wachstum in den USA abzusichern, hat das Unternehmen eine neue Refinanzierungsfazilität in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar gesichert, die eine Finanzierungskapazität von insgesamt 17 Milliarden US-Dollar ermöglicht. Dies verschafft Klarna den nötigen Spielraum, um insbesondere das Geschäft mit längerfristigen Finanzierungen weiter auszubauen, ohne die eigene Bilanz übermäßig zu belasten. Für das zweite Quartal 2026 zeigt sich das Management optimistisch und erwartet ein Transaktionsvolumen zwischen 35,5 und 36,5 Milliarden US-Dollar bei einem bereinigten operativen Gewinn von bis zu 50 Millionen US-Dollar.

Dorothee Blessing rückt in die Dreierspitze des Investmentbankings bei J.P. Morgan Chase auf. Sie wechselt von London nach New York und führt die Sparte inmitten eines M&A-Booms und vor dem SpaceX-Börsengang.

Die grenke AG steigert ihr Konzernergebnis im ersten Quartal 2026 auf 15,5 Mio. Euro. Trotz einer stabil erhöhten Schadenquote von 1,9 % treiben Kostendisziplin und ein wachsendes Leasingneugeschäft in den Kernmärkten das operative Ergebnis voran.

Die MLP Gruppe verbucht im Q1 2026 Rekordwerte bei Gesamterlösen von 314,8 Millionen Euro und einem EBIT von 41,3 Millionen Euro. Trotz Marktschwankungen stieg das Konzernergebnis um 8 Prozent, unterstützt durch ein starkes Wachstum im Bereich Absicherung.