Die grenke AG steigert ihr Konzernergebnis im ersten Quartal 2026 auf 15,5 Mio. Euro. Trotz einer stabil erhöhten Schadenquote von 1,9 % treiben Kostendisziplin und ein wachsendes Leasingneugeschäft in den Kernmärkten das operative Ergebnis voran.

Bildnachweis:
grenke AG | Silas Stein
Die grenke AG ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und hat ihr Konzernergebnis im ersten Quartal signifikant auf 15,5 Millionen Euro gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 10,2 Millionen Euro erzielt wurden, entspricht dies einem kräftigen Zuwachs, der vor allem auf ein starkes Wachstum der operativen Erträge sowie eine strikte Ausgabendisziplin zurückzuführen ist. Während die Erträge um gut 10 Prozent auf 170,8 Millionen Euro kletterten, stiegen die Kosten lediglich um 2,2 Prozent an. Infolgedessen verbesserte sich die Cost-Income-Ratio deutlich von 56,8 Prozent auf 52,6 Prozent, was die gesteigerte Effizienz des Spezialisten für Small-Ticket-Leasing unterstreicht.
Das Leasingneugeschäft konnte im ersten Quartal um 4,2 Prozent auf 786,4 Millionen Euro ausgebaut werden. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die Kernmärkte Deutschland, Frankreich und Italien, die zusammen ein Plus von 6,7 Prozent verzeichneten. Innerhalb der Regionen ragte die DACH-Region mit einem Zuwachs von 11,0 Prozent heraus, gefolgt von Süd- und Westeuropa. Einzig in Nord- und Osteuropa war ein Rückgang zu verzeichnen, was das Unternehmen unter anderem auf auslaufende eBike-Subventionen in Finnland sowie bewusste Steuerungsmaßnahmen in Skandinavien zurückführt.
Die Profitabilität des Neugeschäfts, gemessen an der DB2-Marge, hat sich mit 16,1 Prozent wieder auf einem stabilen Niveau oberhalb der 16-Prozent-Marke eingependelt. Zwar lag dieser Wert unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von 17,5 Prozent, er entspricht jedoch den Erwartungen des Vorstands, da nun höhere erwartete Ausfälle aufgrund globaler Krisen direkt in die Margen eingepreist werden. Insgesamt stieg das operative Ergebnis vor Schadensabwicklung und Risikovorsorge dank des disziplinierten Managements um über 20 Prozent auf 80,9 Millionen Euro.
Trotz der positiven Ertragszahlen bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd. Die anhaltend hohen Insolvenzzahlen spiegeln sich in einer Schadenquote von 1,9 Prozent wider, die damit auf dem erhöhten Niveau des Vorjahres verharrt. Das Ergebnis aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge belief sich auf minus 56,7 Millionen Euro. Dennoch konnte das operative Ergebnis insgesamt deutlich auf 21,4 Millionen Euro gesteigert werden, was nahezu einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.
„Wir haben gezeigt, dass wir unser Geschäft auch in einem anspruchsvollen Umfeld profitabel und situativ steuern können“
Das betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Sebastian Hirsch. Um die ehrgeizigen Wachstumsziele abzusichern, hat grenke im ersten Quartal erfolgreich eine Anleihe über 500 Millionen Euro begeben. Zusammen mit dem Einlagengeschäft der grenke Bank und weiteren Instrumenten wie ABCP-Programmen verfügt das Unternehmen über eine breite Refinanzierungsgrundlage. Die Leasingforderungen wuchsen zum Stichtag auf 7,5 Milliarden Euro an, während die Eigenkapitalquote mit 15,2 Prozent stabil im Zielkorridor blieb.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seiner Prognose fest und erwartet ein Konzernergebnis zwischen 74 und 86 Millionen Euro bei einem Neugeschäftsvolumen von bis zu 3,6 Milliarden Euro. Langfristig richtet grenke den Fokus verstärkt auf die Rentabilität. Bis zum Jahr 2030 wird eine Eigenkapitalrendite (RoE) nach Steuern von 10 Prozent angestrebt, wobei das erste Quartal 2026 mit einer Steigerung auf 4,4 Prozent bereits eine erste Verbesserung in diese Richtung markiert.

Die MLP Gruppe verbucht im Q1 2026 Rekordwerte bei Gesamterlösen von 314,8 Millionen Euro und einem EBIT von 41,3 Millionen Euro. Trotz Marktschwankungen stieg das Konzernergebnis um 8 Prozent, unterstützt durch ein starkes Wachstum im Bereich Absicherung.