Der Finanzdienstleister Hypoport blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und verzeichnet dank einer starken operativen Entwicklung einen deutlichen Gewinnsprung.

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Hypoport SE
Das Immobilien- und Finanzierungsnetzwerk Hypoport hat im Geschäftsjahr 2025 die operative Wende nach der jüngsten Branchenkrise eindrucksvoll bestätigt. Wie das im SDAX notierte Unternehmen am 27. Februar 2026 auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, kletterte der Konzernumsatz um rund siebeneinhalb Prozent auf circa 603 Millionen Euro, verglichen mit 561 Millionen Euro im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Rohertrag von 241 Millionen Euro auf rund 266 Millionen Euro an. Damit erfüllte der Finanzdienstleister punktgenau seine im Oktober leicht angepasste Prognose, die mindestens 600 Millionen Euro Umsatz und 260 Millionen Euro Rohertrag vorgesehen hatte.
Besonders deutlich schlug sich die Erholung auf der Ertragsseite nieder. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schoss auf etwa 33 Millionen Euro in die Höhe, womit das Unternehmen seinen operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahr (18 Millionen Euro) beinahe verdoppeln konnte. Das zentrale und mit Abstand größte Geschäftssegment „Real Estate & Mortgage Platforms“ trug dazu mit einem vorläufigen Umsatz von rund 460 Millionen Euro maßgeblich bei.
Angesichts der robusten Entwicklung blickt der Vorstand äußerst optimistisch auf das Jahr 2026. Das Management prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Ausweitung des Geschäfts und peilt einen Rohertrag von mindestens 280 Millionen Euro an. Auch auf der Ergebnisseite soll das Wachstum anhalten: Die Konzernspitze erwartet ein EBIT in der Bandbreite zwischen 40 und 55 Millionen Euro. Die finalen und detaillierten Geschäftszahlen wird der Plattformbetreiber planmäßig am 16. März 2026 präsentieren.
Die Hypoport SE demonstriert mit diesem Zahlenwerk eine bemerkenswerte Resilienz und Ertragskraft. Nachdem die massive Zinswende und der daraufhin einbrechende Immobilienmarkt das Transaktionsvolumen für Baufinanzierungen in den vergangenen Jahren massiv unter Druck gesetzt hatten, greifen nun offenbar die strikten Kostensenkungsprogramme und die errungenen Marktanteilsgewinne des Unternehmens. Der beeindruckende Gewinnsprung verdeutlicht, dass das stark digitalisierte und plattformbasierte Geschäftsmodell – zu dem unter anderem der marktführende B2B-Marktplatz Europace gehört – über eine enorme operative Hebelwirkung verfügt, sobald sich der Markt auch nur leicht stabilisiert.
Dass Hypoport für das Jahr 2026 nun sogar ein EBIT von bis zu 55 Millionen Euro in Aussicht stellt, ist ein unmissverständliches Signal an den Kapitalmarkt. Die ehrgeizige Prognose zeigt, dass der Vorstand nicht nur mit einer spürbaren Belebung des Hypothekenmarktes rechnet, sondern das Haus strategisch optimal aufgestellt sieht, um überproportional von aufgeschobenen Immobilientransaktionen und planbareren Finanzierungsbedingungen zu profitieren. Gelingt es Hypoport, dieses Margenziel in die Tat umzusetzen, dürfte das Unternehmen endgültig gestärkt aus der Branchenkrise hervorgehen und seine Dominanz als digitaler Infrastrukturanbieter für die deutsche Finanz- und Immobilienwirtschaft weiter zementieren.

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