Helaba steigert im ersten Halbjahr 2025 das Vorsteuerergebnis auf 458 Mio. Euro. Höhere Provisions- und Fair-Value-Erträge kompensieren den Zinsrückgang; CET1-Quote steigt auf 16,3 %. Ausblick für 2025 bleibt leicht unter Vorjahr – mittelfristig setzt die Bank auf weiteres Wachstum.
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Helaba
Die Helaba hat im ersten Halbjahr 2025 die Ertragskraft spürbar erhöht: Das Konzernergebnis vor Steuern kletterte um 10,7 Prozent auf 458 Mio. Euro. Während der Zinsüberschuss – im sinkenden Zinsumfeld – um 7,0 Prozent auf 843 Mio. Euro nachgab, legten Provisionsüberschuss (+6,4 Prozent auf 290 Mio. Euro) und das Fair-Value-Ergebnis (164 Mio. Euro nach 78 Mio. Euro) deutlich zu und sorgten für Rückenwind.
Die Risikovorsorge fiel mit -150 Mio. Euro moderater aus als im Vorjahr (-173 Mio. Euro). Unterm Strich blieb die Cost-Income-Ratio mit 59,6 Prozent stabil nahe Vorjahr, die Eigenkapitalrendite verharrte bei 8,5 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET1) verbesserte sich – auch CRR-III-bedingt – auf 16,3 Prozent.
„Das sehr erfreuliche Halbjahresergebnis unterstreicht die strategische Stärke der Helaba, gerade auch in konjunkturell herausfordernden Zeiten“
So CEO Thomas Groß. Die Bank bestätigt ihren Ausblick für 2025: Ein Vorsteuerergebnis leicht unter Vorjahr gilt weiterhin als Zielmarke.
Die Ertragsbasis der Bank bleibt breit: Der Provisionsüberschuss profitierte von einem regen Kundengeschäft, insbesondere im Kapitalmarkt- und Dienstleistungsumfeld. Das kräftig gestiegene Fair-Value-Ergebnis aus Kundenaktivitäten und Bewertungseffekten überkompensierte den marktbedingten Rückgang im Zins. Im nicht-zinstragenden Geschäft wuchsen die Erträge aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien auf 134 Mio. Euro (Vorjahr: 131 Mio. Euro).
Auf der Kostenseite schlägt der laufende Ausbau von IT-Infrastruktur, Datenplattformen und KI-Anwendungen sowie ein maßvoller Personalaufbau zu Buche: Der Verwaltungsaufwand stieg um 3,4 Prozent auf 915 Mio. Euro. Entlastend wirkten geringere Beiträge zu Sicherungseinrichtungen. In der Risikovorsorge bildete die Helaba weiterhin Puffer – einschließlich Aufschlägen für geopolitische und handelspolitische Risiken – insgesamt aber mit geringerer Netto-Zuführung als im Vorjahr.
In den Immobilienfinanzmärkten deutet sich eine Bodenbildung an. Das Segment Immobilien steigerte das Vorsteuerergebnis auf 121 Mio. Euro (Vorjahr: 89 Mio. Euro); das mittel- und langfristige Neugeschäft zog auf 3,0 Mrd. Euro an (Vorjahr: 1,9 Mrd. Euro), während der Zinsüberschuss das Vorjahrsniveau hielt und die Risikovorsorge leicht unter Vorjahr lag.
Ein spürbar besseres Umfeld zeigte sich bei Corporates & Markets: Das Vorsteuerergebnis sprang auf 111 Mio. Euro (Vorjahr: 17 Mio. Euro). Treiber waren eine deutlich höhere Kundennachfrage und positive Bewertungseffekte, die das Handelsergebnis auf 107 Mio. Euro (Vorjahr: 60 Mio. Euro) hoben; die Risikovorsorge ging klar zurück (-45 Mio. Euro nach -107 Mio. Euro).
Im Retail- und Asset-Management-Geschäft lagen die Erträge insgesamt solide, auch wenn ein im Vorjahr verbuchter Einmaleffekt bei der Frankfurter Sparkasse die Vergleichsbasis hoch setzte: Das Vorsteuerergebnis erreichte 189 Mio. Euro (Vorjahr: 223 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss blieb nahezu stabil (200 Mio. Euro), der Provisionsüberschuss legte auf 162 Mio. Euro zu. Die WIBank, Förderbank des Landes Hessen, steuerte 22 Mio. Euro Vorsteuerergebnis bei (Vorjahr: 26 Mio. Euro).
Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht auf 203,3 Mrd. Euro. Die CET1-Quote von 16,3 Prozent sowie eine Gesamtkapitalquote deutlich oberhalb der aufsichtsrechtlichen Vorgaben unterstreichen die solide Kapitalisierung. Für das Gesamtjahr rechnet die Helaba – trotz geopolitischer Unsicherheiten und gedämpfter Weltkonjunktur – mit einem Vorsteuerergebnis leicht unter dem starken Vorjahreswert. Mittelfristig peilt das Institut ein nachhaltig über 1 Mrd. Euro liegendes Vorsteuerergebnis an und setzt dabei auf wachstumsorientiertes Kundengeschäft, Investitionen in Technologie sowie eine fortgesetzte Diversifikation der Ertragssäulen.
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