Die Hannover Rück erhöht nach einem schadensarmen Jahr ihre Gewinnprognose auf 2,6 Milliarden Euro. Trotz der Belastungen durch Hurrikan Melissa bleibt der Rückversicherer auf Wachstumskurs.

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Hannover Rück
Die Hannover Rück profitiert von einem ungewöhnlich schadensarmen Jahr und hebt ihre Prognose für 2025 an. Nach neun Monaten erwartet der drittgrößte Rückversicherer der Welt nun einen Jahresüberschuss von rund 2,6 Milliarden Euro – etwa 200 Millionen Euro mehr als bislang prognostiziert. Für 2026 peilt das Management sogar mindestens 2,7 Milliarden Euro an.
Trotz des erwarteten Großschadens durch Hurrikan Melissa, der im Oktober über Jamaika hinwegzog, zeigte sich die Tochtergesellschaft des Versicherers Talanx zum Wochenstart optimistisch. „Wir haben in den ersten neun Monaten ein sehr gutes Konzernergebnis erzielt“, sagte Vorstandschef Clemens Jungsthöfel. Beide Sparten – Schaden- und Personenrückversicherung – hätten zum Wachstum beigetragen, ebenso das Kapitalanlageergebnis.
Insgesamt lag der Gewinn nach drei Quartalen bei zwei Milliarden Euro, ein Plus von knapp acht Prozent. Die Schäden aus Großereignissen summierten sich auf rund 1,2 Milliarden Euro – fast zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Damit blieb das Unternehmen innerhalb seines Großschadenbudgets von 1,6 Milliarden Euro. Finanzvorstand Christian Hermelingmeier sprach von einem „bemerkenswert schadenarmen“ zweiten und dritten Quartal.
Die Waldbrände in Kalifornien zu Jahresbeginn kosteten die Hannover Rück rund 615 Millionen Euro. Für den Hurrikan Melissa erwartet Hermelingmeier einen dreistelligen Millionenschaden, der das verbleibende Budget jedoch voraussichtlich nicht überschreiten wird. Laut Schätzungen von Moody’s RMS könnte der Gesamtmarkt durch Melissa um drei bis fünf Milliarden Dollar belastet werden.
Der Rückversicherungsumsatz blieb mit 19,7 Milliarden Euro nach neun Monaten nahezu stabil. Das Kapitalanlageergebnis lag mit 1,3 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro – auch, weil die Hannover Rück niedrig verzinste Anleihen mit Verlust verkaufte, um die Mittel zu höheren Zinsen neu anzulegen.
Mit Blick auf die bevorstehenden Vertragserneuerungen zeigte sich das Management zuversichtlich: Im Geschäft mit Naturkatastrophen erwartet Hermelingmeier stabile bis leicht sinkende Preise bei schadenfreien Verträgen – in besonders betroffenen Regionen wie Kalifornien und Jamaika dagegen steigende Prämien. Auch im US-Haftpflichtgeschäft zeichne sich weiteres Wachstum ab.
An der Börse reagierten Anleger positiv: Die Aktie der Hannover Rück zählte am Montag zu den größten Gewinnern im Dax.

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